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myoCODE Diagnostics - Expertise in der Erkennung seltener Muskelerkrankungen

Sommersemester 2010 

Executive Summary

myocODE – das marktorientierte Spin-off der Medizinischen Universität Wien bringt die nötige Effizienz und Flexibilität, um schnelle, präzise und transparente Diagnosen für genetisch bedingte Muskelerkrankungen zu stellen und die Versorgungssituation in Österreich und Osteuropa zu gewährleisten. Langjährige Erfahrung in der Forschung und hohes fachspezifisches Know-How des Unternehmerteams, sowie eine sehr günstige Kooperationsvereinbarung mit der Universität versprechen eine erfolgreiche und lukrative Geschäftsentwicklung.

Problemstellung

In Europa leiden ca. 30 Millionen Menschen an seltenen Erkrankungen. Genetisch bedingte Muskelerkrankungen machen einen erheblichen Anteil an diesen „orphan diseases“ aus. Der Verlauf ist häufig tödlich und die Lebensqualität von Betroffenen und Familien wird stark eingeschränkt. Für diese bis dato unheilbaren Erkrankungen gibt es neuerdings unterschiedlichste Therapie-studien. Um an diesen teilnehmen zu können, ist eine präzise Diagnose Voraussetzung. Diese diagnostische Abklärung ist hoch komplex und wird in den Routinelabors der Krankenanstalten praktisch nicht angeboten. Daraus ergeben sich für die Zielgruppen (PatientInnen, ÄrztInnen, Gesundheitswesen) folgende Probleme:  

  • Ungenauigkeit/Fehldiagnosen

  • Kostendruck im öffentlichen Sektor

  • Lange Wartezeiten/hohe Unsicherheit

Hier setzt myoCODE DIAGNOSTICS – ein Spin-off der Medizinischen Universität Wien
(MUW) - mit seinen punktgenauen und zeiteffizienten Diagnosedienstleistungen an.

Geschäftsmodell

Der Gründer, Prof. Dr. Reginald Bittner, Vorstand der Neuromuskulären Forschungsabteilung an der MUW, verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Diagnostik von neuromuskulären Erkrankungen. Zusätzlich hat Co-Gründer Dr. Wolgang Schmidt 15 Jahre Erfahrung als Genetiker und Start-Up Erfahrung in der Biotech Branche. Die Ausgliederung sämtlicher betriebswirtschaftlich-administrativer Prozesse erlaubt es dem Unternehmen, marktorientierter und effizienter zu agieren. Die Diagnosen werden weiterhin an der MUW durchgeführt und auf Projektbasis abgegolten, was zu einer flexiblen und günstigen Kostenstruktur mit geringem Fixkostenanteil führt. Dadurch können die Bedürfnisse aller Kundensegmente optimal befriedigt werden.

Markt

Geplant ist, den osteuropäischen Markt in drei Phasen zu erschließen. Das jährliche
Marktpotential beträgt € 5,8 Mio und entwickelt sich analog zum Bevölkerungswachstum. Bis 2015 soll ein kumulierter Marktanteil von ca. 15 % erreicht werden. Das benötigte Know-How stellt eine wesentliche Eintrittsbarriere dar, was die bestehende Konkurrenz auf universitäre Forschungseinrichtungen beschränkt. Die Konkurrenzsituation ist somit als günstig zu beurteilen. Außerdem kann sich myocODE durch seine Expertise als Qualitätsführer und Vorreiter am Markt positionieren.

Marketing

ÄrztInnen verfügen über eine erhebliche Multiplikatorwirkung: Sie üben Einfluss auf KollegInnen, Krankenhausleitung und PatientInnen aus. Deshalb ist die Marketingstrategie primär auf diese auszurichten. So wird beispielsweise ein Online-Tracking System für eine erhöhte Transparenz sorgen, indem ÄrztInnen jederzeit den aktuellen Status des diagnostischen Prozesses abrufen können. Die myoCODE ACADEMY, eine Fortbildungsplattform für FachärztInnen, soll dieses Angebot noch weiter ergänzen.

Finanzanalyse

Gemäß dem angestrebten Szenario ist das Ergebnis bereits im ersten Jahr positiv
(€ 26.700) und steigt bis 2014 um mehr als 200%. Es kann bereits im ersten Geschäftsjahr ein Break-Even-Punkt (250 Diagnosen) und damit ein Gewinn erreicht werden. Selbst im Worst case Szenario wird eine kontinuierliche Steigerung des positiven Deckungsbeitrags erzielt. Der Kapitalbedarf beträgt für das erste Jahr € 25.000 und wird durch einen Bankkredit gedeckt.

Cooperation Partner

  • Univ.-Prof. Dr. Reginald Bittner
    Ansprechpartner
    Mag. Antoinette Rhomber

Student Team

  • Petra Dobrocka
    Martin Fraißler
    Elisabeth Klager
    Hannes Pfister
    David Schalkhammer