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ÖBB Infrastruktur Bau AG - Employer of Choice

Sommersemester 2009 

Executive Summary

Ausgangssituation

Die ÖBB Infrastruktur Bau AG ist für Planung, Bau, Finanzierung und Anlagenmanagement der gesamten ÖBB-Bahninfrastruktur verantwortlich. Sie stellt das Schienennetz und zugehörige Eisenbahnanlagen in Österreich zur Verfügung. Aufgrund der Aufgabenbereiche, in denen das Unternehmen tätig ist, hat die Mehrheit der 6.000 Mitarbeitenden einen technischen Hintergrund. Gerade in diesen technischen Bereichen, aber auch auf den Gebieten der Juristen und Wirtschaftswissenschaftern strebt es das Unternehmen an sich – auf dem Arbeitgebermarkt - als „Employer of Choice“ zu etablieren. Die Abhebung von der Konkurrenz war bisher nicht deutlich genug, jedoch sollten auf diesem Weg Mitarbeitende mit den gewünschten Qualifikationen ins Boot geholt werden.

Projektziel

Ziel des Projektes ist die Erstellung eines operationalisierten Katalogs an Kriterien, anhand derer die relevanten Zielgruppen des Unternehmens ihre Arbeitsplatzwahl treffen. Darauf aufbauend soll es dem Unternehmen möglich sein, Maßnahmen zur Verbesserung des Status Quo rasch durchzuführen.

Vorgehensweise 

Das Projekt umfasst die folgenden Schritte:

  • Definition und Beschreibung der unter schiedlichen Zielgruppen

  • Motivforschung bei ÖBB Mitarbeitenden, potentiellen Arbeitnehmern und Konkurrenzmitarbeitenden

  • Erhebung des Images des Unternehmens

  • Analyse der Maßnahmen der Konkurrenzunternehmen

Ergebnisse

Die fünf Zielgruppen wurden an Hand von zwei Kriterien - einerseits dem Bildungsweg, andererseits der Fachrichtung – definiert. Anschließend wurde eine Unterteilung in Gruppen mit 2-3 Jahren Berufserfahrung bzw. ohne Berufserfahrung vorgenommen:

  • Technische Lehrlinge

  • HTL-Absolventen

  • Technische Akademiker (Bauingenieure und Elektrotechniker)

  • Juristen

  • Wirtschaftswissenschafter

Ausgehend davon wurden qualitative Interviews mit Vertretern aus den jeweiligen Gruppen durchgeführt und analysiert.

Im Zuge der Auswertung wird ersichtlich, dass die Abgrenzung des Unternehmens zur Muttergesellschaft Probleme bereitet und es somit mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat. Das Image ist in den wichtigen Zielgruppen der Lehrlinge und technischen Akademikern positiv, jedoch auch in mehreren Zielgruppen negativ. Die vom ÖBB Konzern kommunizierten Attribute „Tradition“ und „Sicherer Arbeitgeber“ finden sich wieder, die anderen Bestandteile des gewünschten Images konnten nicht wiedergefunden werden.

Bei der Analyse der Interviews zeigte sich außerdem, dass mehrere Kriterien für einen großen Teil der Zielgruppen im Bezug auf die Wahl eines Arbeitsplatzes relevant sind. Besonders die Punkte „Tätigkeit an sich“ und „Weiterbildungsmöglichkeiten“ wurden von allen Zielgruppen genannt. Verallgemeinerungen sind in diesem Zusammenhang jedoch nicht möglich, da die Definitionen der Kriterien unter den Zielgruppen sehr unterschiedlich ausgefallen sind.

Zwischen den gesetzten Maßnahmen der Konkurrenz und denen der ÖBB Infrastruktur Bau AG konnten viele Gemeinsamkeiten ausgemacht werden. Nachteile liegen bei der nicht vorhandenen Internationalität und der mangelnden Ausrichtung auf Juristen. Eine positive Abgrenzung war bei dem breiten Angebot an Sozialleistungen und dem damit eng verbundenen Betriebsklima ersichtlich.

Empfehlungen

Bezugnehmend auf die obenstehende Graphik, hat die ÖBB Infrastruktur Bau AG Probleme ins Processed Set zu gelangen. Die Tatsache, dass es bei den Interviewpartnern kaum Nennungen des ÖBB Konzerns als potentieller Arbeitgeber gab, stellt ein großes Problem dar. Das Image des Unternehmens sollte nach außen hin besser kommuniziert werden, um einerseits den Bekanntheitsgrad zu erweitern und andererseits positive Assoziationen mit der ÖBB Infrastruktur Bau AG zu wecken.

Cooperation Partner

  • ÖBB Infrastruktur Bau AG
    Vivenotgasse 10
    1120 Wien

Student Team

  • Louai Al-Jafaari
    Robert Altfahrt
    Lorenz Gareis
    Michael Mitterlehner
    Helmut Scherndl