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riscreen - Bladder Cancer Rapid Risk Screener

Sommersemester 2009 

Executive Summary

Jeder 27. Mann und jede 85. Frau wird im Laufe seines Lebens an Blasenkrebs erkranken. Die Erkrankung, auch „the Quiet Cancer“ genannt, kann 10 bis 20 Jahre ohne Symptome und Beschwerden unerkannt bleiben. Die Heilungschancen steigen jedoch bei einer Frühdiagnose auf 90%. Da Blasenkrebs eine Rückfallrate von über 70% hat, sind zudem regelmäßige Nachuntersuchungen für ehemalige Patienten wichtig.

Die seit 40 Jahren wichtigste Diagnoseform, die sogenannte Blasenspiegelung oder Zystologie, ist für den Patienten unangenehm und oft schmerzhaft und wird, auf Grund der hohen Kosten oft nur bei begründetem Verdacht durchgeführt.

Produkt

Genau hier setzt das mobile Diagnosegerät riscreen - Bladder Cancer Rapid Risk Screener an. Es bietet eine schnelle, günstige und einfache Vordiagnose. Mit einem einfachen Test an Harnflüssigkeiten, ohne Eingriff in den Körper, kann die Diagnose in wenigen Minuten auch selbst durchgeführt werden.

Im Gegensatz zu den derzeit auf dem Markt existierenden Schnelltests für Blasenkrebs, ist riscreen durch seine speziell entwickelte patentierte Markerflüssigkeit das einzige, das Tumorpartikel direkt nachweisen kann. Damit ist riscreen im Vergleich mit anderen Produkten führend bei Zuverlässigkeit und Schnelligkeit und es steht erstmals ein Testverfahren zur Verfügung, das flächendeckend in der Vorsorge als auch regelmäßig, ohne Nebenwirkungen, in der Nachsorge eingesetzt werden. Neben der Senkung von Diagnosekosten um über 90% können damit Behandlungskosten um über 50% gesenkt werden. Die Zahl der Todesfälle durch Blasenkrebs kann durch Früherkennung fast halbiert werden.

Durch ein einfaches Kartuschensystem, können mit dem Gerät beliebig oft Diagnosen durchgeführt werden. Zudem erlaubt dieser modulare Aufbau zukünftig auch eine einfache Adaption von riscreen für weitere Tests (z.B. Nierenkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs und Nierensteine). Damit soll sich riscreen als günstige, mobile Diagnoseplattform etablieren. Eine Erweiterung des Anwendungsgebietes ist für 2012 geplant.

Stand der Entwicklung

Derzeit befindet sich das Gerät im Status der Serienüberleitung. Die Prototypenentwicklung ist abgeschlossen. Präklinische Studien haben ausgezeichnete Ergebnisse geliefert. Weitere begleitende Studien beispielsweise für eine Zulassung im amerikanischen Markt sind 2010 geplant. Für Produktion, Vertrieb und weitere Forschung sind Partnernetzwerke etabliert worden. Die Markteinführung erfolgt Ende 2010.

Markt

Nach einer Studie von Business Insights ist der Markt der Blasenkrebsdiagnostika mit 11% p.a. stark wachsend und hat ein Gesamtvolumen von 625 Mio. US$. Da die Blasenkrebshäufigkeit in den Industrienationen am höchsten ist, sind die Zielmärkte Europa und USA.

Die wichtigsten Zielgruppen für Blasenkrebs-Diagnosen sind zum einen die Risikogruppen im Bereich der Vorsorge und des Screenings und zum anderen die schon einmal erkrankten, erfolgreich behandelten Patienten auf Grund der hohen Rückfallsraten im Bereich der Nachsorge. Damit ergibt sich allein in Europa ein potentieller Markt von 28 Mio. Untersuchungen pro Jahr.

Unternehmen

Zur Zeit befindet sich das Unternehmen „Risk Sensor Technologies“ in der Aufbauphase und ist dabei Netzwerke sowie den Produktionsablauf zu spezifizieren. Anfang 2010 wird eine GmbH in Wien gegründet, die mit anderen Unternehmen Kooperationen eingehen wird, um einen Großteil der Produktion auszulagern. Dies erlaubt eine optimale zukünftige Skalierbarkeit des Unternehmens. Kernkompetenz und -aufgaben sind Produkt-Entwicklung und Qualitätssicherung.

Unternehmerteam

Innovator des Produkts und Gründer des Unternehmens ist Herr Dr. Loew- Goretzki, der durch Jahre lange Forschungsarbeiten in den Bereichen Sensorik und medizinische Physik auch das notwendige Know-How für das Vorhaben mitbringt. Das Unternehmen gliedert sich in mehrere Abteilungen, unterstützt von Betriebswirten, einem Wissenschaftler, Techniker als auch von Arbeitern und Angestellten. Zu Beginn liegt der Personalbedarf bei sechs Personen wird jedoch mit steigender Marktabdeckung ab 2011 sukzessiv ansteigen.

Geschäftsmodell

riscreen verfolgt das Modell der Qualitätsführerschaft. Der Deckungsbeitrag für das Diagnosegerät im B2B und B2C Bereich wird bewusst niedrig gehalten um den Markteinstieg zu erleichtern. Der Gewinn wird hauptsächlich über die notwendigen Wechselkartuschen erzielt.

Marketing

riscreen wird in zwei Produktvarianten angeboten, die verschiedene Zielgruppen ansprechen soll:

  • B2B-riscreen-professional: Die Zielgruppe im B2B Bereich sind Ärzte/Ärztinnen sowie Spitäler und Labors. Der Vertrieb im B2B Bereich erfolgt über Großhändler, die diese Kunden direkt beliefern.

  • B2C-riscreen-home: Die Zielgruppe im B2C Bereich sind Raucher, Personen, die bereits an Blasenkrebs erkrankten sowie Berufsgruppen, die aufgrund ihrer Tätigkeit erhöhtem Blasenkrebsrisiko ausgesetzt sind. Der Vertrieb erfolgt über Ärzte/Ärztinnen sowie Apotheken.

Der Markteinstieg erfolgt in den jeweiligen Zielmärkten mit der professionellen Variante. Der Einstieg in den Home-Markt erfolgt jeweils 1 Jahr danach und wird durch die schon gewonnene Reputation erheblich erleichtert. Ziel sind neben klassischen Werbeformen auch Kooperationen mit regionalen Krebshilfe-Instituten und Gesundheitsorganisationen.

Finanzplanung

Bei Berechnung dreier Szenarien ergibt sich für die Umsatzentwicklung als auch das kumulierte Ergebnis vor Steuern Ende 2013 folgendes Bild:

Szenario Kum. Ergebnis vor Steuern 2013
Best Case € 5.130.000
Most-likely Case € 3.121.000
Worst Case € 1.698.000

Der Kapitalbedarf für die ersten zwei Jahre beträgt 1,3 Mio. Euro. Dieser wird in erster Linie für Serienüberleitung und Studien sowie einen raschen Markteinstieg benötigt. Er soll über eine Misch-Finanzierungen (Förderungen, Kredite und Venture-Capital) aufgebracht werden. Der Break-Even Point wird im best case und most-likely nach 3 Jahren (2012) erreicht, im worst case nach vier Jahren (2013).

Conclusio

Durch sein einzigartiges Diagnoseverfahren hat riscreen im rasch wachsenden Markt der Blasenkrebsdiagnostika ein großes Potential. Durch Konzentration auf Kernkompetenzen und weitergehenden Forschungen in einem Partnernetzwerk für weitere Anwendungsbereiche der Diagnoseplattform riscreen ist auch ein langfristiges Wachstum des Unternehmens gesichert. Auf dieser Basis erscheint eine Investition äußerst sinnvoll und attraktiv.

Cooperation Partner

  • Univ.Lekt. Dr.rer.nat. Mag. Hans Günter Loew~Goretzki

Student Team

  • Sebastian Hildebrandt
    Michael Kornfeld
    Robert Waxenegger