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i-dooo – Community-Driven Innovation

Wintersemester 2008/2009 

Executive Summary

Hintergrund und Produktbeschreibung

„Auf Grund der vielen Produkte am Markt [...] gewinnen radikale Innovationen stark an Bedeutung, nur durch diese ist ein höherer Preis zu rechtfertigen.“ Dieses Zitat aus einem Experteninterview mit Stephan Zöllner von der Henkel AG zeigt die steigende Bedeutung von Innovationsprozessen in Unternehmen. Jedoch stehen viele dem Problem der Finanzierung dieser Prozesse gegenüber und entscheiden sich für die Auslagerung der selbigen an eine Innovationsagentur, wie sie i-dooo darstellt. Davon gibt es einige im Markt, die sich meistens durch ein Unikum auszeichnen, wie i-dooo durch die eigene Web 2.0 Plattform, die spielerisch und multimedial Innovation fördert.

Die Community lockt die Benutzer durch den geweckten Spieltrieb, der Selbstverwirklichung und dem aufbauenden Belohnungssystem, von Sachpreisen bis hin zu Praktika- und Workshop-Plätzen.

Geschäftsmodell

Die Agentur bettet ihren Community-Prozess in einen ganzheitlichen Innovationsprozess mit entsprechender Expertenbetreuung ein, die durch erstellte Konzepte eine Wertschöpfung generiert.

Marktanalyse

Durch die Zweiteilung der Märkte, die Industriekunden auf der einen und die Community-Benutzer auf der anderen Seite, wurden beide analysiert.

Die Industriekunden

Der D-A-CH Markt wurde für die Auftrag gebenden Kunden (Konsumgüterindustrie) gewählt und bietet mit jährlich 24000 Innovationsprojekten für i-dooo ein hohes Potential. Die Konkurrenz stellen sowohl andere Innovationsagenturen, als auch In-House Agenturen. I-dooo erzeugt durch die Community sehr viele heterogene Ideen zu sehr geringen Kosten (die Community arbeitet hauptsächlich intrinsisch), womit sie gegenüber der Konkurrenz eine wichtige USP hat.

Die Community

Die Innovations-Community weckt mit kreativen Werkzeugen den Spieltrieb der derzeit 1.8 Millionen Community-Nutzer weltweit und lockt sie auf die englischsprachige i-dooo.com Plattform. Beispiele für die eingesetzten Werkzeuge sind zum Beispiel das „Snapping“, bei dem Benutzer spontane visuelle Inputs über ihr Kamera-Handy an die Plattform liefern und im Gegenzug Gutscheine erhalten, oder der Breakfast Club, wo sich weltweite Plattformnutzer spontan zu kleinen Arbeitsgruppen zusammenstellen lassen und an einem Konzept arbeiten, welches sie online präsentieren und bewerten lassen.

Um dauerhaft erfolgreich zu sein müssen durch ständige Erweiterung der Plattform, den Tools und der Belohnungsmechanismen verschiedene Anreize für die User geschaffen werden, um die User auch langfristig an die Plattform zu binden.

Konkurrenzanalyse

Neben der Agentur i-dooo bieten im D-A-CH Markt verschiedenste Agenturen die Generierung und Aufbereitung von innovativen Ideen zu marktreifen Konzepten an. Hauptsächlich unterscheiden sich diese in der Auswahl der Methoden zur Ideengenerierung und Verdichtung. Einmalig am i-dooo Konzept ist die Auslagerung an eine dauerhaft aktive Internet-Community, welche die eigentliche Ideengenerierung übernimmt.

Herausforderungen

Vor Markteinführung treffen i-dooo einige Herausforderungen:

  • Die rechtliche Situation bezüglich der eingereichten Ideen muss mit Experten ermittelt werden.

  • Eine ausreichende Startfinanzierung muss gesichert sein, um die Community zu erstellen und eine kritische Masse an Benutzern zu erreichen.

  • Die Plattform muss von Anfang an mit interessanten Projekten gefüllt sein, die durch Industriekontakte vor dem Start gesichert wurden.

Empfehlung

Trotz hoher Anfangsinvestitionen ist im 4. Jahr die Erreichung des Break-Even Points möglich und daher empfiehlt das Projektteam auf Grund der Einzigartigkeit und der guten Marktchancen, unter Berücksichtigung dieser Herausforderungen ein GO für das Projekt.

Cooperation Partner

  • Martin Schrotter
    Wolf-Dieter Becvar

Student Team

  • Alexander Duggleby
    Herbert Haas
    Rolland Iltyio
    Peter Rolfes