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Surfwelle GmbH - "Surfing in the City" - Surfwelle am Wiener Donaukanal

Sommersemester 2007 

Executive Summary

Ausgangssituation

Die bisher 40 weltweit patentierten FlowRider® Surfanlagen sind als Premium-Attraktionen in Vergnügungskonzepte (Wasser-, Fun- und Erlebnisparks) integriert und können auch nur in diesen Anlagen gegen Zahlung eines geringen Aufpreises zur Eintrittsgebühr benutzt werden.
Die Surfwelle am Donaukanal stellt jedoch ein Stand-Alone-Konzept dar. Sie wird nicht in eine bereits existierende Vergnügungsanlage integriert, sondern zusammen mit einem integrierten Gastronomie-Bereich, für sich alleine betrieben.
Die Möglichkeit des Indoor-Surfens ist in Österreich noch weitgehend unbekannt und somit auch der Nutzen einer derartigen Anlage im Wiener Stadtzentrum. Es stellt sich daher die Frage, ob überhaupt ein konkretes Bedürfnis nach Indoor-Surfmöglichkeiten besteht und welche Personengruppen eine solche Anlage regelmäßig nutzen würden. 

Projektziel

Das Hauptaugenmerk des vorliegenden Projekts lag auf der Herausarbeitung der Marktakzeptanz einer Indoor-Surfwelle in Wien und auf der Preisbestimmung für eine Surfeinheit von 30 Minuten. Ein auf die Zielgruppe zugeschnittenes Gastronomie- und Eventkonzept, sowie die entsprechenden Möglichkeiten dieses zu bewerben, wurden ebenfalls entworfen.

Vorgehensweise

Die Zielgruppendefinition ergab sich vorrangig aus Expertengesprächen mit Experten aus der Surfszene und der Analyse des Marktes, insbesondere der Konkurrenten.
Bei der Analyse des Marktes wurden konkurrierende Funsporteinrichtungen in ganz Wien und konkurrierende Gastronomiebetriebe rund um den Donaukanal betrachtet. Ebenfalls wurde die zukünftige Entwicklung am Donaukanal analysiert. Die bereits existierenden künstlichen Wellen im Ausland wurden bei der Analyse nicht als Konkurrenten angesehen, sondern zur Ideengenerierung für die Surfwelle in Wien genutzt.
Die Marktakzeptanz, sowie die Preisbestimmung, wurden durch eine umfangreiche Befragung in der Wiener Innenstadt, am Donaukanal, an den Universitäten und auf diversen Events untersucht. Mittels eines Gewinnspiels wurde die Zahlungsbereitschaft und Akzeptanz der Befragten getestet. Das Gewinnspiel wurde in 5 Wertkategorien (3, 6, 9, 12, 15 Euro) unterteilt. Jeder Mitspieler konnte nur in einer Kategorie auswählen. Zur Wahl stand ein Eintritt auf der Surfwelle oder ein anderer Preis im Wert von 3, 6, 9, 12 oder 15 Euro.

Ergebnisse

Das Surfwellenschiff konzentriert sich auf 4 heterogene Zielgruppen: Funsportinteressierte im Alter von 18-45 Jahren, Boarder, Businesskunden und Schulklassen, die sich hinsichtlich ihres Potentials und der notwendigen Marketingmaßnahmen unterscheiden.
Funsportinteressierte stellen ungefähr 35 % der Wiener Bevölkerung dar und geben 107 Euro monatlich für Gastronomie und 18 Euro monatlich für diverse Sportaktivitäten aus. Deshalb stellen sie eine wichtige Gruppe, sowohl für die Surfwelle, als auch für die Gastronomie dar. In gastronomischer Hinsicht werden hier leichte Gerichte und Snacks bevorzugt.
Boarder sind in diversen Communities vereint und daher sehr leicht mittels Newsletter ansprechbar, bei dieser Gruppe muss vor allem auf Mundpropaganda gesetzt werden.
Businesskunden sind eine weitere wichtige Zielgruppe. Der Surfwellenstandort ist für Betriebsfeiern oder Pressekonferenzen von umliegenden Unternehmen ideal. Das Angebot von Mittagsmenüs ist, wie sich sowohl bei Interviews mit umliegenden Firmen, als auch bei einer Straßenbefragung gezeigt hat, bei dieser Zielgruppe nicht zielführend.
Schulklassen müssen wegen einiger gesetzlicher Rahmenbedingungen sehr vorsichtig angesprochen werden. Hier ist eine Kooperation mit der Werbeagentur Young Enterprises Media GmbH geplant, die über das entsprechende Know-how verfügt. Die Schulklassen sind nicht bereit, allzu hohe Beträge auszugeben, sorgen aber dennoch für eine ideale Auslastung während des Vormittags. Die ca. 4.000 Wiener Schulklassen weisen ein großes Potential auf, welches vor allem im Hinblick auf die hohe Bereitschaft der Jugendlichen, die Surfwelle selber auszuprobieren, zu erkennen ist (80 % der unter 12 Jährigen und 70 % der 12-17 Jährigen möchten die Welle ausprobieren).
Es konnte eine große Akzeptanz des Surfwellenschiffs festgestellt werden und die Messung der Zahlungsbereitschaft der potentiellen Kunden hat ergeben, dass diese bereit sind, 9 Euro für 30 Minuten surfen zu zahlen.
Aus der Konkurrenzanalyse geht hervor, dass sich das Surfwellenschiff einerseits von den umliegenden Lokalen abheben, andererseits aber Kooperationen mit ihnen anstreben muss. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass durch die diversen Pläne im Rahmen des Projektes „Zukunft Donaukanal“ die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend gestärkt und der Donaukanal zu einer bedeutenden Freizeitmeile entwickelt werden kann.

Cooperation Partner

  • Surfwellen GmbH
    Mag. Wolfgang Kremslehner
    www.surfwelle.at

Student Team

  • Evelyn Hemmer
    Tomas Kana
    Lisa-Marie Kanz
    Bianca Richter
    Shuai Wang