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NOVARA-expedition - Strategien zur Akquisition von Sponsoren

 Wintersemester 2006/07

Executive Summary 

Ausgangssituation
Das Projekt der NOVARA-expedition™ soll Österreich weltweit als leistungsfähigen Standort für Wissenschaft und Forschung präsentieren. Zu diesem Zweck soll, inspiriert durch die Forschungsreise der k.u.k. Fregatte Novara (1857-1859), die Welt mit einem energieautarken Schiff umsegelt werden. Die verschiedenen Etappen bieten sowohl Raum für wissenschaftliche Arbeit und Forschung als auch für diverse medienwirksame Begleitveranstaltungen sowie Symposien und Konferenzen. 

Problemdefinition
Laut Business Plan wird für die Durchführung der NOVARA-expedition™ mit einem finanziellen Aufwand von etwa 17 Millionen Euro gerechnet. Diese Summe kann nur zu einem geringen Teil von den Initiatoren selbst bestritten werden. Der überwiegende Teil (etwa 16,5 Millionen) muss durch externe Partner/Partnerinnen und Unterstützer/Unterstützerinnen aufgebracht werden. Im Rahmen des vorliegenden Projekts wurde eine geeignete Strategie zur Akquisition von Geldern entwickelt.

Vorgehensweise
In der ersten Arbeitsphase wurde versucht, die wichtigsten Themen und Bereiche dieses relativ unstrukturierten Projekts herauszuarbeiten. Hierzu wurden einige relevante Konzepte zur Problemabgrenzung aus der Literatur herangezogen.
Im Anschluss daran erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber eine Neudefinition der Ziele der NOVARA-expedition™. Aus diesen wurde schließlich ein bindendes Mission-Statement abgeleitet.
Um sich dem eigentlichen Problem, dem Fehlen eines Finanzierungskonzeptes zu nähern, wurden zu Vergleichszwecken analoge Projekte identifiziert und einer näheren Betrachtung unterzogen. Anschließend wurden verschiedene Finanzierungsvarianten evaluiert. Dabei stellte sich Sponsoring als die erfolgversprechendste heraus.
In der Folge wurden potentielle Sponsoren identifiziert und in Zielgruppen eingeteilt.
Jene, die für die NOVARA-expedition™ am Besten geeignet schienen, wurden einer qualitativen Erhebung mittels Telefoninterviews unterzogen. Mit Hilfe dieser Befragung sowie durch persönliche Gespräche mit Sponsoring-Experten wurden jene unternehmensinternen Vorgänge sowie Kriterien erarbeitet, die für die Auswahl von Sponsoringprojekten ausschlaggebend sind.

Ergebnisse
Nach Analyse der gesammelten Informationen und den Ergebnissen aus den Interviews wurde ein Katalog mit detaillierten Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen bei der Durchführung der Novara-expedition™ erstellt. Zusätzlich wurde eine Kommunikationsstrategie für die Kontaktaufnahme mit potentiellen Partnern/Partnerinnen entwickelt.
Die erste Empfehlung ist die Zerlegung des Gesamtprojekts in seine Etappen. Durch lokale Planung und Finanzierung lassen sich Sponsoren besser ansprechen und man kann ihren Interessen besser gerecht werden.
Weiters wurde herausgefunden, dass die Inanspruchnahme von öffentlichen und staatlichen Fördergeldern als Basisfinanzierung zwingend notwendig erscheint.
Das Konkretisieren der Projektinhalte vor dem Herantreten an potentielle Sponsoren ist für den Erfolg der NOVARA-expedition™ entscheidend. Nur, wenn der Inhalt klar ist, kann auch der Nutzen in einem ausreichenden Maß transportiert und potentielle Geldgeber überzeugt werden. Auch der Business Plan bedarf einer entsprechenden Überarbeitung.
Kontakte zu internationalen Medien sind bei einem Projekt dieser Größenordnung unabdingbar. Diese sollten rechtzeitig geknüpft und gesichert werden. Auch der Einsatz moderner Kommunikationsformen, wie Podcasting und Blogging, sowie die Integration von RSS Feeds auf der Homepage ist für die NOVARA-expedition™ empfehlenswert, um den innovativen Charakter der NOVARA-expedition™ zu unterstreichen.
Abschließend wurde eine Chronologie der nächsten Schritte skizziert, die als Leitfaden für die weitere Vorgehensweise der Projektinitiatoren dienen soll. Ausgehend von der Gesellschaftsgründung einer GmbH sollen parallel die Kontaktaufnahme mit den Stakeholdern und Medien vorangetrieben werden. Weiters müssen die Einreichungsunterlagen für Förderungen vorbereitet werden. Phasenverschoben müssen Projektmappen für potentielle Sponsoren individuell angepasst werden. Wenn diese Schritte abgeschlossen sind steht der Sponsorakquisition nichts mehr im Wege.

Cooperation Partner

Student Team

  • Markus Baumgartner
    Philipp Böchheimer
    Johannes-Cyril Culen
    Vera Huber
    Verena Schneider