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Brantner Hallenbau GmbH - Restrukturierung oder Unternehmensverkauf

Sommersemester 2006 

Executive Summary 

Unternehmen
Seit 1966 stellt der Hallenbau einen eigenständigen Unternehmensbereich der Firmengruppe Branter dar und wurde 1974 in eine GmbH umgewandelt.  Der Standort des Unternehmens in Laa an der Thaya, umfasst insgesamt 12 ha Fläche.
Die Bratner Hallenbau GmhH beschäftigt sich mit  Stahlhallenbau unterschiedlicher Ausprägung. Durch die externe Zulieferung von Teilkomponenten wie Türen, Tore und Fenster ist es dem Unternehmen möglich, ihren Kunden  schlüsselfertige Hallen anzubieten. Zu der gesamten Produktpalette der Firma gehören somit Stahlkonstruktionen, Verkleidungen, Fenster-Türen-Tore sowie Dach- und Wandriegel. Das flexible Leistungsspektrum erstreckt sich von Hallenneubauten zw. 150 m² – 1.500 m², Brandsanierungen und Umbauten. Im Speziellen werden angeboten: landwirtschaftliche Hallen, Industriehallen, Reithallen sowie Tennis- & Sporthallen.
Die Kunden des Unternehmens kommen zu jeweils 50% aus der Landwirtschaft und aus dem industriellen Bereich.
Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens ist Herr Ing. Wilhelm Prügl. Ihm zur Seite steht ein Team von 5 Mitarbeitenden im Büro und 23 Arbeitern in der Produktion. 

Markt und Konkurrenz
Grundsätzlich gibt es eine relativ hohe Anzahl kleiner Unternehmen, die im Bauwesen tätig sind, hingegen ist die Anzahl von Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten in Österreich sehr klein. Diese Struktur ist auch im Hallenbau, wenn auch in noch kleineren Dimensionen, gegeben. Im Bereich der KMUs nimmt das Unternehmen Hallenbau Brantner eine starke Position am Niederösterreichischen Markt ein.
In Österreich weist der Hochbausektor die besten Investitionsperspektiven aller Bausektoren auf. Mit einem Wachstum zwischen 3 und 4 % pro Jahr wird für den Hochbau ein stärkerer Anstieg als für die übrigen Bausektoren angenommen.
Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die österreichische Wirtschaft gegenüber anderer Nationen am meisten von der anhaltenden Erweiterung der Europäischen Union profitieren wird. 

Strategische Neuausrichtung und Finanzen
Mit einem jährlichen Umsatz von rund 2 Millionen Euro und einer derzeitigen Eigenkapitalfinanzierung von nahezu 100 Prozent gilt die Profitabilität der Brantner Hallenbau GmbH als gesichert. Zusätzlich weist das Unternehmen ein deutliches Wachstumspotential auf, welches eine prognostizierte, jährliche Renditensteigerung von bis zu 2% zulässt. Entscheidend dafür ist die groß angelegte,  strategische Neuausrichtung des Unternehmens, welche die Position der Bratner Hallenbau GmbH im nationalen und internationalen Wettbewerbsumfeld sichern wird und dem nachhaltigen Aufbau zentraler Kernkompetenzen im Unternehmen dient.
Neben der verstärkten Bearbeitung osteuropäischer Märkte bieten einige Umstrukturierungen im Prozess der Auftragsabwicklung sowie die Ausdehnung des Geschäftsbereichs der Sport- und Freizeithallen dem Unternehmen einiges an strategischen Möglichkeiten, die innerhalb der nächsten zwei Jahre bereits umgesetzt werden.
Zentral wird in Zukunft jedoch der verstärkte Einsatz von Marketinginitiativen sein, da in diesem Bereich noch einiges an ungenutztem Potential im Unternehmen vorhanden ist. 
Auch die Mitarbeitenden und die bestehende Organisationskultur werden in sämtliche strategische Maßnahmen miteinbezogen. Differenzierung durch einen erhöhten Kundennutzen ist die Vision des Unternehmens und wird durch  alle bestehenden und geplanten strategischen Maßnahmen gleichermaßen unterstützt.  

Übergabestrategie
Nach über 35 Jahren im Unternehmen wird sich der Geschäftsführer bis spätestens 2010 gänzlich aus dem Betrieb zurückzuziehen. Um die Übergabe fließend gestalten zu können, besteht die Möglichkeit, dass der Geschäftsführer ab 2007 in Form eines Altersteilzeitmodells weiterhin im Unternehmen tätig ist, sich damit aber schrittweise vom Geschäftsalltag löst. Der Geschäftsführer ist jedoch auch nach seiner Pensionierung bereit, bei Bedarf seinem Nachfolger beratend zur Seite zu stehen.
Da ein Großteil der bestehenden Geschäftsbeziehungen über die Person des Geschäftsführers abgewickelt wird und man sich seiner Rolle im Unternehmen durchaus bewusst ist, ist es notwendig, die Übergabe über einen längeren Zeitraum fließend durchzuführen, damit der Nachfolger gezielt in das Netzwerk aus Kunden und Lieferanten eingeführt und dort bekannt gemacht werden kann. Angestrebt wird vorerst eine interne Übergabe des Unternehmens, wobei die zwei potentiellen Kandidaten bereits feststehen und auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet werden.
Im Zuge dieses Projekts wurde weiters auch eine Bewertung des Unternehmens nach der DCF- Methode durchgeführt, die als Basis für einen möglichen Kaufpreis dient, sollte sich das Unternehmen doch für einen Verkauf entscheiden. Aus Vertraulichkeitsgründen können die Ergebnisse der Bewertung an dieser Stelle allerdings nicht bekannt gegeben werden.

Cooperation Partner

Student Team

  • Natalie Lindner
    Nadia Schwarz
    Elisabeth Steiger
    Sophie Trombitas