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Edelwiser GmbH - Optimierung des Design-Toolkits

Sommersemester 2006 

Executive Summary 

Ausgangssituation
Die Wiener Firma Edelwiser Sporthandel GmbH ermöglicht ihren Kunden die individuelle Gestaltung von Ski-Oberflächen. Dabei beginnt das Angebot bereits bei einem einzigen Ski, der von den Kunden nach Belieben designt werden kann, eine Mindestbestellmenge existiert nicht.
Beim Vertrieb wird zwischen dem Business-to-Customer (B2C) und dem Business-to-Business (B2B) Markt unterschieden. Zu den Kunden auf dem B2B-Sektor zählt zum Beispiel der ORF, der den Gewinnern der „ORF SkiChallenge“ individuell gestaltete Skier der Firma Edelwiser zur Verfügung gestellt hat. Während der B2B-Markt von den Inhabern der Firma Edelwiser, Herrn Erwin Werdenigg und seiner Gattin Nicola Werdenigg, in persönlichem Kontakt betreut wird, erfolgt die Abwicklung des B2C-Geschäfts vor allem über das Internet.
Interessierte Kunden können auf der Internetseite von Edelwiser entweder einen fertig gestalteten Ski auswählen, fertige Designs einschicken, oder online mit Hilfe eines Toolkits (dem so genannten „Interactive SkiDesigner“) selbst Skidesigns herstellen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Ski-Entwürfe per Post an Edelwiser zu schicken. 

Problemdefinition
Das Toolkit wird derzeit selten benutzt und immer wieder zeigen sich Kunden mit dem Ergebnis ihrer Design-Aktivitäten unzufrieden. Zu viele interessierte Kunden schicken ihre Design-Wünsche außerdem per Post als handgezeichnete Entwürfe an Edelwiser, wodurch für das Unternehmen zusätzliche und zeitaufwändige Arbeit entsteht.
Es fehlt Wissen darüber, wie zum einen die Abläufe beim Gestalten eines (Ski)Designs aussehen und wie zum anderen diese Abläufe optimal mit Hilfe des Interactive SkiDesigners umgesetzt werden können. 

Zieldefinition
Hauptziel dieser Arbeit war es, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Toolkits der Firma Edelwiser zu formulieren. Diese Verbesserungsvorschläge sollten auf Basis empirischer Untersuchungsergebnisse definiert werden.

Vorgangsweise
Zunächst wurde mit Hilfe einer umfangreichen Literaturrecherche Basiswissen zu den Themen Design und Problemlösungsheuristiken gesammelt. Mit Hilfe dieser Informationen konnte eine qualitative Untersuchung geplant und durchgeführt werden.
Konkret wurden Interviews mit 19 Experten aus dem Bereich Ski-, Grafik- und Oberflächendesign durchgeführt. Dabei wurde die Methode des „Think Aloud“ angewendet.
Im Rahmen der Interviews wurden die befragten Experten mit der Lösung einer standardisierten Design-Aufgabe konfrontiert. Bei der Auswertung der individuellen Vorgangsweise auf dem Weg vom ersten Entwurf zum fertigen Design konnten bestimmte Problemlösungsheuristiken – also Tricks, die die Probanden anwendeten, um den Designprozess für sich selbst zu erleichtern – identifiziert werden.
Im nächsten Schritt wurde analysiert, in wie weit die aktuelle Version des Interactive SkiDesigners den Einsatz der empirisch bedeutsamen Heuristiken zulässt bzw. wie das Toolkit auf Basis der Findings ausgestaltet sein sollte, um den Kunden im Designprozess bestmöglich zu unterstützen.

Ergebnis
Insgesamt konnten mit der vorliegenden Arbeit 16 empirisch fundierte Vorschläge zur Verbesserung des aktuellen Toolkits der Firma Edelwiser erarbeitet werden. Diese Vorschläge reichen von der Einführung neuer Funktionen, wie beispielsweise der Möglichkeit des Uploads von eigenen Grafiken und Photos, bis hin zu grundsätzlichen Veränderungen der Toolkit-Designumgebung.
Die einzelnen Maßnahmen werden innerhalb der hier vorgestellten Arbeit umfangreich präsentiert. Außerdem wird auf deren relative Relevanz hingewiesen, um dem Projektpartner einen Überblick zu verschaffen, welche Maßnahmen besonders bedeutend und daher schnell umzusetzen sind.

Cooperation Partner

  • Edelwiser Sporthandel GmbH
    Erwin Werdenigg
    www.edelwiser.com

Student Team

  • Bernhard Aigner
    Christian Bauer
    Martina Holzmann
    Wolfgang Rainer
    Moritz Wohlleb