Vorlesen

Assist-Card International - Innovation als Wettbewerbsvorteil bei Reiseassistenz-Services

Sommersemester 2005 

Executive Summary 

Ausgangssituation
ASSIST CARD International ist der Marktführer im Reiseassistenzbereich. Da Innovationsfähigkeit in dieser Branche ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, strebt das Unternehmen, um sich auch langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern zu können, die Verbesserung seines Innovationsmanagements/der bestehenden Innovationsprozesse an. 

Projektziel
Das primäre Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Innovationsmanagementkonzeptes, das einen systematischen Innovationsprozess innerhalb des Unternehmens ermöglichen soll. Zudem sollte ein Instrumentarium erstellt werden, mit dessen Hilfe die von den MitarbeiterInnen eingereichten Ideen möglichst effizient auf Ihre wirtschaftliche Attraktivität und Umsetzbarkeit hin gescreent werden können. 

Vorgehensweise
Am Beginn des Projekts stand eine extensive Literaturrecherche, um die wesentlichen Erfolgsfaktoren für innerbetriebliche Innovationsmanagementsysteme zu identifizieren. Im nächsten Schritt wurde der Ist-Zustand der bei ASSIST CARD vorherrschenden, für Innovationsprozesse relevanten Rahmenbedingungen erhoben. Dabei ging es vor allem darum, die Ursachen für die bisher fehlende Innovationskraft des Unternehmens offen zu legen und Ansatzpunkte für ein verbessertes Innovationsmanagementsystem zu finden. Diese Erhebung des Ist-Zustandes umfasste neben einer schriftlichen Befragung der MitarbeiterInnen und des Middle Managements von ASSIST CARD auch Telefon-Interviews mit dem Top-Management.
Nach dieser umfassenden Analyse wurden auf Basis der einschlägigen Fachliteratur Maßnahmen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit des Unternehmens abgeleitet. 

Ergebnisse
Aus den MitarbeiterInnenbefragungen ging hervor, dass vor allem 

  • interne Kommunikationsprobleme, 

  • die zentralistisch ausgerichtete Unternehmensstruktur 

  • fehlende (monetäre) Anreize und 

  • die Intransparenz in Bezug auf die Umsetzung von MitarbeiterInnenideen

wesentliche Barrieren für Innovationswillen und -tätigkeit der MitarbeiterInnen von ASSIST CARD darstellen.

Das für ASSIST CARD entwickelte Innovationmanagementsystem trägt diesen Punkten Rechnung. Eine der wesentlichsten Maßnahmen zur Aktivierung der Innovationspotenziale im Unternehmen ist die Setzung von adäquaten Anreizen. Abhängig von ihrer Position (Manager oder Mitarbeitender) können Personen unterschiedlich motiviert werden – auf der einen Seite durch monetäre Anreize, auf der anderen Seite durch nicht monetäre Anreize wie öffentliche Anerkennung oder Beförderung. Die Untersuchung ergab, dass Geld für MitarbeiterInnen in hierarchisch niedrigeren Positionen die größte Anreizwirkung hat, wohingegen Anerkennung und nichtmonetäre Preise, wie etwa Reisen, für Mitarbeitende in höheren Positionen besonders attraktiv sind.
Um zu verhindern, dass eingereichte Ideen im Sand verlaufen, und um Transparenz im Hinblick auf die Weiterverfolgung guter Ideen zu schaffen, wird außerdem die Einführung einer Stabsstelle für Ideen und Innovationen angeregt. Die Hauptaufgaben dieser Stabsstelle umfassen die Förderung der Ideengenerierung durch Angestellte, die Vorselektion der Ideen und die weitere „Betreuung“ der Ideen bis zur vollständigen Umsetzung.
Weiters wäre die Einführung eines unternehmensweiten Intranets geeignet, um die Innovationstätigkeit im Unternehmen zu stimulieren. Das Intranet würde die interne Kommunikation und den Austausch von Information stark beschleunigen, besonders die Ideenübermittlung der Angestellten zum Ideenmanager. Wichtiger Bestandteil dieser Maßnahme ist auch ein eigenes Ideen- und Feedback-Online-Formular, das es ermöglicht, die wichtigsten Informationen über eine Idee in systematischer Art und Weise darzustellen und direkt an die Stabstelle „Innovationsmanagement“ zu schicken.
Die Umsetzung des beschriebenen Innovationsmanagementkonzeptes stellt für ASSIST CARD den ersten entscheidenden Schritt in Richtung höhere Innovationsfähigkeit dar und ist damit Grundlage für einen nachhalti-gen Erfolg des Unternehmens.

Cooperation Partner

Student Team

  • Johannes Bolzano
    Miriam Erlmeier
    Harald Langer
    Stefanie Zimmermann