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Siemens Österreich AG - Markteinführungsstrategie für die sConCAF-Technologie

Wintersemester 2004/05 

Executive Summary 

Ausgangslage: 

Bei „sConCAF“  handelt es sich um eine von Siemens entwickelte innovative Software, die den Zugriff auf multimediale Informationen über portable Endgeräte, z.B. PDAs, ermöglicht. Da es sich um einen für Siemens neuen Produktbereich handelt, ergeben sich für eine Markteinführung folgende Probleme: fehlende Bekanntheit bzw. Marktposition, keine Information über Zuverlässigkeit, fehlende Erfahrungs¬werte, Distributionskanäle müssen erst gefunden werden und vieles mehr. 

Projektziel 

Ziel des Projektes ist es, eine Strategie für die Markteinführung der Technologie „sConCAF“ zu entwickeln, da die Technologie bereits ausgereift, ein Prototyp entwickelt und getestet und somit die Voraussetzungen für eine baldige Markteinführung gegeben sind. Grundlage sind die von Siemens bereits durchgeführten Analysen und Studien im Bereich Markt und Konkurrenz. 

Vorgehensweise 

Um eine geeignete Markteinführungsstrategie entwickeln zu können, war es vorab notwendig, das Produkt, potentielle Märkte und die Konkurrenz in diesen Märkten zu analysieren, um so Szenarien für eine Markteinführung abbilden zu können. Deshalb wurden zunächst die von Siemens bereitgestellten Unterlagen über die bereits durchgeführten Analysen evaluiert und in weiterer Folge Literatur- sowie Datenbank¬recherchen durchgeführt. Des Weiteren wurden zahlreiche Experteninterviews und Befragungen durch¬geführt. 

Ergebnisse

Aus den Analysen ergab sich, dass es notwendig ist, das Produkt in mehrere individuell kombinierbare Produktmodule zu unterteilen. Neben einem Basismodul, bestehend aus der Software, sind mehrere Zusatzmodule (etwa Hardware, Installation, Wartung, Leihgeräte und Content-Erstellung) geplant. Diese Aufgliederung in mehrere Module ermöglicht es, das Produkt an die individuellen Kundenbedürfnisse und Gegebenheiten anzupassen.
Der für die Produkteinführung am besten geeignete Markt ist der Markt „Ausstellungen“, der in die Segmente „Museen“ und „Messen“ unterteilt werden kann. Die Gemeinsamkeit beider Segmente besteht darin, dass es sich dabei um räumlich abgegrenzte Bereiche handelt (etwa eine Messehalle). Der Implementierungsaufwand sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht kann recht gut abgeschätzt werden und die multi¬medialen Inhalte bleiben längere Zeit konstant. Weiters ist in beiden Segmenten ein Interesse an dem Produkt sConCAF vorhanden.
In beiden Marktsegmenten gibt es sowohl direkte als auch indirekte Konkurrenzprodukte, die jedoch zum Teil erhebliche Nachteile gegenüber sConCAF aufweisen.
Der Zielmarkt, speziell das Segment „Museen“, weist besondere Charakteristiken – wie etwa besondere Vorsicht bei der Adoption neuer innovativer Produkte – auf. Daher empfehlen wir einen langsamen und gezielten Markteintritt. Durch die Gewinnung eines Testkunden, der das Produkt zu Sonderkonditionen er¬hält, können erste Referenzen und Erfahrungen gesammelt werden, die anschließend für weiterführende Kundenaquisitionen genutzt werden.
Da sich sConCAF unter anderem durch die vielseitige Verwendbarkeit der zugrunde liegenden Technologie aus¬zeichnet, ist als Zukunftsperspektive auch ein Vordringen in andere Märkte möglich, in denen mobile Informationssysteme zum Einsatz kommen können.

Cooperation Partner

  • Siemens AG Österreich
    Programm und Systementwicklung (PSE)
    Solutions for Multi-Service Communication SMC

    Dipl. Ing. Andreas Dungl
    Dipl. Ing. Jan-Martin Freese
    http://www.siemens.at

Student Team

  • Markus Hafner
    Christian Hahn
    Ursel Nendzig
    Barbara Oberheinrich