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ROLLA - Expansionsstrategie für ein Nahversorgungskonzept

Sommersemester 2004

Executive Summary 

Ziel dieses Projekts war die Expansion des Geschäftsmodells Rolla, einer innovativen Antwort auf die jüngsten Entwicklungen in der örtlichen Nahversorgung. Die Aufgabe bestand für das Projekt-Team darin, eine optimale Expansionsstrategie für die Geschäftsidee des Auftraggebers herauszuarbeiten. Schwerpunkte unserer Arbeit waren die Neugründung der Gesellschaft sowie die Finanzierung dieses ambitionierten Vorhabens in der Wachstumsphase.

Ausgangssituation 

ROLLA ist ein innovatives Konzept der mobilen Nahversorgung und wurde vor 2 Jahren von unserem Auftraggeber Hrn. Johann Enne ins Leben gerufen. ROLLA positioniert sich als mobiler Nahversorger im ländlichen Bereich und löst dabei das Unwirtschaftlichkeitsproblem der traditionellen Greißler. Der Vorteil des ROLLA entsteht durch dessen Mobilität, welche es ermöglicht weiße Flecken in der Nahversorgung abzudecken und gleichzeitig die Nachfrage in diesen Gebieten zu bündeln. Die wichtigste Zielgruppe bildet das Alterssegment der über 50-jährigen bzw. Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Das Greißlersterben, sowie das Abwandern der großen Ketten weg von unrentablen Standorten schaffen in Kombination mit der stark wachsenden Zielgruppe ein enormes Marktpotential. 

Problemstellung und Vorgehensweise 

Aufgrund des identifizierten Marktpotentials und der großen Akzeptanz der Idee von Kundenseite, machte es sich Hr. Enne zum Ziel seine Flotte in den nächsten 5 Jahren österreichweit auf 20 LKWs auszubauen. Die Schwierigkeit dabei entsteht aus dem nicht vorhandenen Expansionskapital, den fehlenden Sicherheiten und der Gefahr durch diese Kapitalabhängigkeit schon frühzeitig Einfluss abzugeben.
Die bestmögliche Lösung dieser äußerst komplexen Problemstellung verlangte nach kreativen Finanzierungsansätzen. Eine ausführliche Analyse hatte zum Ziel realistische Finanzierungsmöglichkeiten, sowie mögliche InvestorInnen zu identifizieren. Bei der Auswertung erwiesen sich rechtliche Aspekte und Investitionsanreize ebenso als relevant wie die einzelnen Finanzierungsvarianten aus Abwicklungs- und Kostensicht. 

Empfehlung 

Aus rechtlicher Sicht ergibt sich die GmbH als optimales Standbein für die Expansion. Ginge es ausschließlich um die rasche Expansion des Konzeptes, wären durch eine Kooperation mit einem strategischen Partner die besten Rahmenbedingungen gegeben. Jedoch erweist sich die für unseren Auftraggeber günstigere Variante eines Alleingangs als gute Alternative. Die Besonderheit liegt darin, die vom Konzept profitierenden Gemeinden über eine stille Gesellschaft als Investoren zu gewinnen. Lösungsunabhängig kann durch den Umstieg auf eine anzahlungsfreie Leasingfinanzierung und die Inanspruchnahme von Förderungen der Kapitalbedarf reduziert werden.  

Cooperation Partner

Student Team

  • Wolfgang Frühwirt
    Bernhard Kurka
    Rainer Lichtmannegger
    Andreas Wagner