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Green Hills Biotechnology - Spin-Off als strategische Option

Wintersemester 2003 / 2004 

Executive Summary 

Problemstellung 

Green Hills Biotechnology (GHB) ist ein Wiener Biotech Unternehmen mit den beiden Kernprodukten Oncoflu, einem Krebstherapeutikum, und Elivir, einem Medikament gegen Grippe und Schnupfen, sowie mehreren Produkten in Entwicklung. Beide Produkte stehen kurz vor Ende der präklinischen Phase, für die nächsten Entwicklungsphasen wird Kapital in der Höhe von rund 7 Mio. Euro benötigt. Bis dato wurde vor allem nach Venture Capital gesucht, weshalb zur Akquisition von VC und als strategische Alternative zur Produktentwicklung die Option eines Spin-Off überlegt wurde. Als Standort wurde auch das Ausland, im Speziellen die USA, in Betracht gezogen, da das Produkt Oncoflu in Kooperation mit einer amerikanischen Universität entstanden ist. Zur Argumentation gegenüber VC Gebern soll eine Unternehmensbewertung vorgenommen werden, die strategische Option „Spin-Off“ soll auf ihre Durchführbarkeit und ihren Einfluss auf das Unternehmen untersucht werden. 

Unternehmensbewertung 

Nach Prüfung einschlägiger Bewertungsmethoden auf ihre Eignung für ein junges, risikoreiches Unternehmen mit hohen Entwicklungskosten und unter Berücksichtigung des Datenmaterials wurde die Bewertung mittels der Discounted Cash Flow (DCF) Methode vorgenommen. Um die Optionen in der Produktentwicklung sowie das Risiko und den damit verbundenen Einfluss auf den Unternehmenswert besser darstellen zu können, wurde weiters der Realoptionsansatz gewählt. 

Spin-Off 

Die strategische Option „Spin-Off“ wurde hinsichtlich der Kriterien „Vorteil für das Unternehmen“, „Machbarkeit“, „Standort und Standortvorteile“ sowie „Kosten und Zeit“ analysiert. Es kann festgehalten werden, dass ein Spin-Off kurzfristig (bis 2004) sowohl aus der Perspektive des strategischen Vorteils, der Machbarkeit und der Kosten bzw. der Zeit nicht sinnvoll erscheint. Entwickelt sich das Unternehmen nach Plan, so ist ein Spin-Off ab 2005 machbar, idealerweise wird Oncoflu nach erfolgreichem Abschluss der nächsten Phase abgespalten, als Standort sind die USA auf Grund der Entwicklungskompetenz und der VC Landschaft oder Österreich auf Grund des Netzwerkes denkbar. 

Strategische Alternativen

Als kurzfristige Alternative empfehlen wir eine Konzentrations- und Kooperationsstrategie. Die Konzentration auf die Kernprodukte, notfalls auch auf ein Produkt, ermöglicht es weitere wichtige Entwicklungsschritte durchzuführen und damit das Überleben zu sichern. Die Auswahl der Produkte kann mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Unternehmensbewertung erfolgen. Kooperationen mit Unternehmen im Pharma- oder Biotechbereich sind notwendig und bereits in frühen Phasen zu befürworten.

Cooperation Partner

Student Team

  • Valerie Hackl
    Bettina Hillebrand
    Michael Schuster
    Herwig Springer