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Das Austrianova Integrationsmodell - Erfolgsfaktoren für eine Kooperation

Sommersemester 2003 

Executive Summary 

Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Universitäten ist nicht ganz neu und wird schon seit Jahren, meistens in Form von Auftragsforschung in konkreten Projekten durchgeführt. Neu hingegen sind Kooperationen, welche auf Dauer angelegt sind und eine starke Verflechtung von Unternehmen und Universitäten mit sich bringen sollen.

Seit 2001 verbinden das Unternehmen Austrianova, welches als Spin-Off des Universitätsinstitutes für Virologie gegründet wurde, und die Veterinärmedizinische Universität eine solche Kooperation. Den Firmensitz stellt der Campus der Universität dar, weshalb diese Partnerschaft auch als Integrationsmodell bezeichnet wird.  

Ziel dieser Arbeit ist es, eine Analyse des Integrationsmodells zwischen der Veterinärmedizinischen Universität und dem Unternehmen Austrianova durchzuführen, um die relevanten Erfolgsfaktoren herauszufinden. 

Im Zuge der Studie haben wir Interessensgruppen definiert, welche an dieser Partnerschaft direkt oder indirekt beteiligt sind, und haben mit deren Vertretern qualitative Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der Arbeit beschrieben und mit Hilfe von Sekundärliteratur analysiert. 

Neben den positiven Aspekten, wie der Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs, Reputationssteigerung der Vet.Med., der Nutzung der Infrastruktur der unausgelasteten Universität, konnten auch Risken und Nachteile aufgedeckt werden. Ein wesentliches Problem stellt der geringe Bekanntheitsgrad der Firma Austrianova innerhalb des Campus dar. Die Studenten nehmen die Chancen, die durch diese Betriebsansiedlung entstanden sind, kaum war und daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein zentrales Augenmerk auf die Marketingseite gelegt werden muss. Weiters ist auch innerhalb der Professorenschaft Aufklärungsarbeit zu leisten, um kritische Stimmen von diesem Projekt überzeugen zu können. Die Angst vor einem platzen der „Biotech-Blase“, ähnlich dem IT Crash, ist immanent vorhanden. Weiters sehen einzelne Vertreter der Universität die Grundlangenforschung des Institutes gefährdet, da nahezu ausschließlich betriebsrelevante Forschung betrieben wird. Durch diese Angstpotenziale treten Chancen, wie die Rekrutierung von renommierten Forschern, die gerade auf Grund dieses Projektes den Weg an die Veterinärmedizinische Universität finden, in den Hintergrund.

Als Ergebnis dieser Arbeit können wir sagen, dass professionelles Innovationsmarketing implementiert werden muss, um in Zukunft eine gesteigerte Akzeptanz und einen höheren Bekanntheitsgrad zu garantieren.

Cooperation Partner

  • Mag. Thomas Fischer (Geschäftsführer Austrianova) 

Student Team

  • Valerie Götzl
    Michael Haller
    Karl Pein
    Nicole Pilz
    Rosanna Zernatto