Universitätsstandort Leobersdorf

01. Februar 2015

Projektpartner: Gemeinde Leobersdorf / Wintersemester 2014/2015

EXECUTIVE SUMMARY

Ausgangssituation

Die ca. 5000 Einwohner umfassende Marktgemeinde Leobersdorf, welche etwa 40 Kilometer südlich von Wien liegt, hat sich als Ziel gesetzt, vielseitige Angebote in den Bereichen Bildung, Unterhaltung, Freizeitgestaltung und Kultur anzubieten. In diesem Zug kam der Gedanke einer universitären Bildungseinrichtung auf. Hierfür wurde ein Studierendenteam der WU Wien beauftragt eine Benchmarkstudie durchzuführen.

Projektziel

Die Ziele des Projektes sind die Identifikation gefragter Studienrichtungen, die eine potentielle Hochschule anbieten sollte, sowie die Identifikation geeigneter und realisierbarer Hochschulmodelle für den Standort Leobersdorf.

Vorgehensweise

Die folgenden fünf Analyseschritte wurden durchgeführt, um im Anschluss eine fundierte Handlungsempfehlung für ein Hochschulmodell und der dazugehörigen Studienrichtung zu ermöglichen.

  1. Analyse der vorhandenen Nachfrage an Akademikern und Prognose der Entwicklung des deutschsprachigen Marktes

  2. Analyse bereits bestehender Angebote im Hochschulbereich zur Positionierung in einer Nische

  3. Screening und Analyse von erfolgreichen Hochschulmodellen

  4. Befragung von gegenwärtigen Studenten in den angestrebten medizinisch-technischen Studienrichtungen

  5. Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die dualen- und privaten Hochschulmodelle

Ergebnisse

Folgende Ergebnisse lieferte die Analyse der zukünftigen Akademikernachfrage und des bestehenden Hochschulangebotes:

  1. Aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung im DACH Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und des begrenzten Angebots an Ausbildungsplätzen für Mediziner und Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich wird ein Nachfrageüberhang in diesen Bereichen erwartet

  2. Um fortlaufend innovativ und effizient zu operieren, haben Unternehmen verschiedenster Branchen hohe technische Ansprüche. Damit diese Ansprüche erfüllt werden können, sind vor allem Fachkräfte der so genannten MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) Berufe erforderlich. Zukünftig kann mit einem erheblichen Mangel an Absolventen dieser Studienrichtungen gerechnet werden.

Gleichzeitig wurden verschiedene Hochschulmodelle anhand von festgelegten Kriterien auf die Eignung für den Standort Leobersdorf geprüft. Die zwei Folgenden haben sich als vielversprechend herausgestellt:

  1. Privatuniversität Humanmedizin
    Das aktuelle Angebot an Studienplätzen für Humanmedizin im deutschsprachigen Raum kann den Bedarf an Ausbildungsplätzen keineswegs abdecken. Deshalb herrscht bereits eine hohe Nachfrage seitens möglicher Studenten vor. Der kritische Punkt dabei sind die hohen Studiengebühren, welche für die Finanzierung der Privatuniversität notwendig wären.

  2. Duale Hochschule im Gesundheits- und Pflegebereich
    Bei diesem Modell wird  die theoretische Ausbildung mit Praxiserfahrung kombiniert, indem einerseits Vorlesungen zu besuchen sind und andererseits eine fixe Anstellung in einem Unternehmen gegeben ist. Ein Hochschulmodell in dieser Form gibt es in Österreich bis dato nicht für den Gesundheits- und Pflegebereich, es ist jedoch aufgrund einer durchgeführten Umfrage anzunehmen, dass die Nachfrage seitens der Studenten in Zukunft gegeben sein wird.

Cooperation Partner

  • Gemeinde Leobersdorf
    In Vertretung: BGM Andreas Ramharter

  • BGM Andreas Ramharter
    Straße: Rathausplatz 1
    PLZ/Ort: 2544 Leobersdorf
    E-Mail: andreas.ramharter@leobersdorf.at
    Telefon: 02256/623 96

Student team

  • Thomas Gugerel
    Matthäus Huber
    Nadja Kopp
    Sven Stühler
    Pia Traschler

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