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Tippgeber als neues Anstellungsverhältnis

Generali Versicherung AG / Sommersemester 2017

EXECUTIVE SUMMARY

Die vorliegende Beratungspartnerschaft mit der Generali Versicherung AG beschäftigte sich mit folgender Problemstellung:

Grundsätzlich setzt sich das Gehalt eines „Junglöwen“ (= junger Versicherungsverkäufer) aus einem monatlichen Fixum und dessen Provisionen zusammen. Speziell beim Berufseinstieg ohne vorhandenen Kundenstamm kommt es oftmals zu Schwierigkeiten ein zufriedenstellendes Einkommen zu lukrieren. Um diesem Problem und dem damit einhergehenden frühzeitigen Ausstieg vieler junger Mitarbeiter entgegenzuwirken, wird eine unterstützende Maßnahme eingeführt. Letztere stellt ein neues Anstellungsverhältnis dar, nämlich das Tippgebermodell. Der Job „Tippgeber“ richtet sich in erster Linie an Studenten, die diesen Beruf autonom und selbstverantwortlich mit einem gelösten Gewerbeschein ausführen. Ziel sollte es sein, dem jungen Außendienstmitarbeiter Kontakte zu vermitteln, die im besten Fall in einen Vertragsabschluss münden.

Im ersten Schritt wurde eine umfangreiche Sekundärdatenrecherche durchgeführt, um einen Überblick über den momentanen Verbreitungsgrad des Tippgebermodells bei der direkten Konkurrenz, sowie in analogen Märkten zu erhalten. Des Weiteren wurden insgesamt 17 Interviews mit Mitarbeitern der Generali in verschiedenen Hierarchiebenen geführt. Diese ergaben eine durchwegs positive Einstellung gegenüber dem Tippgebermodell und dessen Folgen. Dank dieser gründlichen qualitativen Befragung konnten bereits vorweg einige Ausgestaltungsmöglichkeiten des Tippgeberjobs konkretisiert werden, welche mit den Wünschen der Zielgruppe deckungsgleich verliefen. Um Letzteren auf den Grund zu gehen wurde eine Online-Umfrage gelauncht, welche speziell an Studenten gerichtet war. Im Anschluss fanden 19 persönliche Tiefeninterviews mit Studenten statt, welche zusammenfassend zu folgenden Schlüssen führten:

Der Tippgeberjob hat zweifellos großes Potenzial, allerdings muss ein besonderes Augenmerk auf dessen Vermarktung gelegt werden. Der Generali Versicherung AG wird deshalb geraten, den Job möglichst seriös und präzise vorzustellen, um diesen klar vom negativ konnotierten Network-Marketing abzugrenzen. Eine Zusammenarbeit mit Universitäten erlaubt dem Unternehmen den Job direkt vor Ort zu bewerben, wie beispielsweise im Zuge von Veranstaltungen. Nach erfolgreicher Bewerbung des interessierten Studenten wird dieser einem Versicherungsverkäufer direkt zugeteilt, sodass diese ein fixes Team bilden. Die Aufteilung der Provision bei Vertragsabschluss, sowie die Folgen im Falle einer Fixanstellung, sind im Vorfeld vertraglich festzulegen. Der klare Fokus bei der Vermarktung und Ausgestaltung des Tippgeberjobs sollte auf den Merkmalen der flexiblen Zeiteinteilung und des Arbeitens ohne Risiko liegen.

Cooperation Partner

  • Generali Versicherung AG
    Landskrongasse 1-3
    1010 Wien
    Österreich

Contact Person

  • Matthias Gerbavsits MIB
    matthias.gerbavsits@generali.com

Student team

  • Caroline Fabian

  • Julian Gruber

  • Roland Hintersteiner

  • Nina Reinecker

Projektbetreuung

  • Philip Bradonjic, MSc

  • Franziska Metz, MSc



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