Konzeptentwicklung Pop Up Art Festival – Galerie 2.0: Revolution der Kunstszene

09. Juli 2015

Projektpartner: Marie Fiolle - Verein für Kunst und Kultur / Sommersemester 2015

EXECUTIVE SUMMARY

Projektbeschreibung 

Unser Projektpartner trat mit der Idee an uns heran, die Wiener Kunstszene um ein innovatives Kunstfestival, dem Pop Up Art-Festival, zu erweitern. Konkret wollten die vier jungen Frauen mit unterschiedlichen künstlerischen Hintergründen ein Event mit Pop-Up Charakter kreieren, welches jungen und unbekannten KünstlerInnen die Möglichkeit bietet, ihre Werke auszustellen und zu verkaufen. Gleichzeitig sollte das Festival als Plattform dienen, den kreativen Austausch zwischen KünstlerInnen und Kunstinteressierten zu fördern und mehr Leute für Kunst zu begeistern.

Das Vorhaben befand sich in der frühen Anfangsphase und es galt, ausgehend von dieser grob formulierten Idee ein konkretes Konzept für das Pop Up Art-Festival herauszuarbeiten, wobei dem Projektteam dabei weitgehend Gestaltungsfreiheit eingeräumt wurde. Ziel war es, zunächst relevante organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen zu erfassen, eine Zielgruppe zu definieren sowie Kosten- und Einnahmequellen darzulegen. Aufbauend auf den gewonnenen Informationen sollte schließlich ein konkretes Geschäftsmodell für das Festival entwickelt werden.

Methodik

Die Bearbeitung der Aufgabenstellung erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst wurden im Rahmen einer Sekundärrecherche unter Bezugnahme fachspezifischer Literatur, relevanter Internetquellen, Zeitungsartikel sowie Berichte öffentlicher Einrichtungen mögliche Finanzierungsmöglichkeiten identifiziert, rechtliche Fragen geklärt und eine Konkurrenzanalyse durchgeführt. In einem nächsten Schritt konnten in einer Reihe von Interviews mit Personen aus der Künstler- und Festivalszene sowie mit diversen Förderungsgebern offene Fragen geklärt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Zudem wurden bereits bestehende, der Projektidee des Pop Up Art-Festival ähnliche, Festivals besucht und analysiert, um Informationen bezüglich des Aufbaus und Ablaufs in Erfahrung zu bringen. Basierend auf den Erkenntnissen dieser umfassenden Situationsanalyse wurden schließlich konkrete Verkaufskonzepte für das Pop Up Art Festival herausgearbeitet, anhand von Harvey Balls einer Bewertung unterzogen sowie ein Business Model Canvas aufbauend auf den vielversprechendsten Konzepten erstellt.

Ergebnisse

Auf Grundlage der Analyse wurde zunächst die Empfehlung abgegeben, die Rechtsform des Vereins für das Pop Up Art-Festival zu wählen. Als Finanzierungsmöglichkeiten des Vereins wurden dabei unter anderem Kunstsponsoring durch Unternehmen, Förderungen der öffentlichen Hand sowie Einnahmen aus der Gastronomie, der Veranstaltung von Partys oder dem Verkauf von Merchandise vorgeschlagen. Eine möglichst hohe Reichweite des Festivals in der Öffentlichkeit könnte vor allem über Social-Media-Plattformen und der Kooperation mit Medienpartnern erreicht werden.

Das Hauptaugenmerk lag schließlich auf der Ausarbeitung einer Unique Selling Proposition für das Festival, die in erster Linie als Abgrenzung zur Galerie als Plattform für den Kunstverkauf sowie anderer Events im Raum Wien mit ähnlichem Themenschwerpunkt dienen sollte. Wie bereits erwähnt, war die zentrale Idee des Pop Up Art-Festivals, junge KünstlerInnen zu fördern und dabei einen langfristigen Mehrwert zu schaffen. Gleichzeitig setzt sich das Zielpublikum des Festivals jedoch aus jüngeren und einkommensschwächeren Personen zusammen. Um diesem Publikum einen Zugang zur Kunst zu ermöglichen, wurden verschiedene Kaufanreizmodelle untersucht. Nach einer Bewertung dieser mittels ausgewählter Kriterien, fiel die Entscheidung auf die Modelle Bartering und Leasing. Die besondere Value Proposition des Leasing-Modells besteht in den fixen, regelmäßigen Zahlungen, die für den Künstler ein konstantes Einkommen generieren und dem Kunden eine Zahlung auf Etappen ermöglichen. Im Gegensatz dazu kommt es im Bartering-Geschäftsmodell auch zum Austausch von nicht-monetären Gegenleistungen. Diese Verkaufskonzepte zusammen mit den Erkenntnissen aus der Situationsanalyse dienten schließlich als Basis für die Ausformulierung zweier Geschäftsmodelle für das Pop Up Art-Festival.

Cooperation Partner

  • Marie Fiolle - Verein für Kunst und Kultur
    Thaliastraße 149-153/8
    1160 Wien

Contact Person

Student team

  • Theresa Bauer
    Isabella Fronius
    Franziska Graf
    Nina Greimel
    Conny Kubinger
    Silvana Lobin
    Julia Marschalek

Projektbetreuung

  • Philip Bradonjic, M.Sc.
    Franziska Metz, M.Sc.

zurück zur Übersicht