Innovation und unternehmerisches Handeln bei Mitgliedern des Bundesdachverbands für Soziale Unternehmen

25. Februar 2016

bdv Austria - Wintersemester 2015/2016

EXECUTIVE SUMMARY

Unser Projektpartner, der Bundesdachverband für Soziale Unternehmen (bdv Austria), hat uns im Rahmen des E&I-Projektkurses „Social Entrepreneurship“ beauftragt, ein Erhebungsinstrument zu entwickeln, das es ihm erlaubt, mehr über das betriebswirtschaftliche und unternehmerische Wirken seiner Mitglieder herauszufinden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse über spezifische betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Einblicke in das unternehmerische Handeln der sozialen Unternehmen soll dem bdv als Basis für eine verbesserte Interessensvertretung gegenüber Akteuren der Arbeitsmarktpolitik dienen.

Methodik

Die Bearbeitung der Aufgabenstellung erfolgte in mehreren Schritten. Als Fundament diente eine ausgedehnte Literaturrecherche, die uns einen guten Überblick über den Themenbereich Social Entrepreneurship geboten hat. Angefangen von den arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen in den 1980ern, über die verschiedenen Typen von Sozialen Unternehmen bis hin zu einer Situationsanalyse von Social Entrepreneurship im In- und Ausland. Darauf aufbauend haben wir ebenfalls eine umfassende Datenbankanalyse des bdv durchgeführt, um einen besseren Überblick über die verschiedenen Mitglieder sowie ihre Tätigkeitsbereiche zu bekommen.

In einem weiteren Schritt haben wir gemeinsam mit dem Projektpartner acht Mitgliedsunternehmen ausgewählt und mit ihnen persönliche Interviews geführt, unter anderem zu den Themen Innovation, unternehmerisches Handeln und betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Die auf diese Weise erhobenen Informationen wurden anschließend operationalisiert und ausgewertet. In einem letzten Schritt haben wir daraus das Erhebungsinstrument, einen Online-Fragebogen, entwickelt.

Ergebnisse

Aus den Interviews ging hervor, dass ein Fragebogen nicht als geeignetes Erhebungsinstrument erachtet wird. Einerseits, weil die Unternehmen meist mit einer unüberschaubaren Menge an Fragebögen konfrontiert sind und der Zeitaufwand diese zu bearbeiten als Negativpunkt gesehen wird. Andererseits werden solche Fragebögen als zu wenig individuell wahrgenommen als dass sie aussagekräftige Ergebnisse von verschiedensten Unternehmen generieren könnten.

Empfehlungen

Auf Grundlage der Analyse können wir dem Projektpartner raten den Fragebogen mit anderen sinnvollen Instrumenten zu ergänzen. Zu diesen zählen etwa Jahresberichte der Unternehmen, aus denen betriebswirtschaftliche Kennzahlen leichter zu ermitteln sind, oder aber das Erheben des Social Return on Investment (SROI), einer einheitlichen Kennzahl zur Wirkungsmessung von Sozialen Unternehmen.

Zudem können wir im Sinne der Forcierung von Innovation eine verstärkte Interdisziplinarität zwischen Ausbildungsstätten, Institutionen und Sozialen Unternehmen empfehlen. Auch das Abbauen von Vorurteilen, und ein daraus resultierendes verbessertes Verständnis für die jeweiligen Realitäten, wird von den befragten Unternehmen als wünschenswert empfunden.

Cooperation Partner

  • bdv austria
    Herklotzgasse 21/3
    1150 Wien
    Österreich

  • Contact Person
    Mag.a Judith Pühringer
    +43 699 19230389
    judith.puehringer@bdv.at

Student team

  • Christoph Jeschke
    Cornelia Kubinger
    Caroline Ramberger
    Georg Schmidinger

Projektbetreuung

  • MMag. Reinhard Millner

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