Entwicklung von Kostenmodellen für Technologievergleich und Technologiesprung

09. Juli 2015

Projektpartner: Bundesbeschaffung GmbH / Sommersemester 2015

EXECUTIVE SUMMARY

Einkäufer und Beschaffer im öffentlichen Bereich sind primär an drei Prinzipien gebunden: Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Die beiden Kriterien Sparsamkeit - “Ist es kosteneffizient?” - und Wirtschaftlichkeit - “Passt die Leistung zum Preis?” - bilden dabei den quantitativen Aspekt einer Beschaffung ab. Diesen Aspekt will der Auftraggeber, die IÖB-Servicestelle in der BBG, ermitteln und als Argumentationsbasis im Bewertungsprozess von Innovationen verwenden.

Das Ziel des Consulting-Projekts war es daher, ein Kostenmodell zu entwickeln, das quantitativ neue Technologien bewertet. Dieses Modell soll dazu dienen, allgemeine Entscheidungen bei Technologievergleichen und -sprüngen zu unterstützen. Die Berechnungen sollen sowohl die Wahl der Technologie unterstützen, als auch den optimalen Zeitpunkt der Anschaffung bestimmen. Im Zuge dessen zielte das Projekt darauf ab, drei Pilotprojekte durchzuführen, um die Validität des Tools zu hinterlegen.

Um das passende Tool für Technologiebewertungen zu ermitteln, identifizierte das Team in Primär- und Sekundärrecherche 37 Modelle, aus denen im Endeffekt sechs relevante Modelle favorisiert werden konnten. Außerdem konnten aus der Recherche relevante Faktoren für die Bewertung abgeleitet werden. Diese waren notwendig, um in Kooperation mit Experten auf den Total-Cost-of-Ownership-Ansatz zu schließen, der die Grundlage für die weitere Vorgehensweise darstellte.

Mithilfe dieses Ansatzes wurde anschließend eine Maske für das Tool entwickelt, mit welchem die einzelnen Pilotprojekte durchgeführt wurden. Die Pilotprojekte behandelten den Technologievergleich neuartiger Antriebe für die PKW-Flotte, den Technologiesprung von einem einfachen zu einem dualen Zustellsystem und den Technologiesprung zu einem neuen Kühlsystem bei Kühlschränken. Um an die projektspezifischen Informationen zu gelangen, arbeitete das Team vermehrt mit Spezialisten aus den verschiedensten Branchen zusammen.

Bei der Bearbeitung der Pilotprojekte stellte sich heraus, dass die Datenerhebung stark divergente Ergebnisse liefert. Die befragten Experten bewerteten Umweltsituationen unterschiedlich und gingen von jeweils anderen Annahmen aus. Daraus bildete sich die Empfehlung, das Tool hauptsächlich als Szenarien-Tool und damit als Entscheidungshilfe zu verwenden. Da auch die Kostenfaktoren der Projekte nur wenige Überschneidungen aufzeigten, konnte das Tool vorerst nicht verallgemeinert werden. Mit den abgeschlossen Projekten wurde ein Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen das Tool-Set mit weiteren Projekten weiterentwickelt werden kann. Für diesen Schritt wurden außerdem Empfehlungen bezüglich der Software, der Prognosen und der Miteinbeziehung von Experten entwickelt, die notwendig sind, um das Tool zu finalisieren.

Kooperationspartner

  • Bundesbeschaffung GmbH
    IÖB-Servicestelle in der BBG
    Lassallestraße 9b
    1020 Wien
    Österreich

Kontaktpersonen

  • Angelika Knabl, BSc.
    angelika.knabl@bbg.gv.at
    www.bbg.gv.at

    MMag. Stefan Wurm, MBA
    stefan.wurm@bbg.gv.at
    www.bbg.gv.at

Studententeam

  • Theresa Blaickner
    Clemens Böhler
    Michael Czar Culata
    Philipp Grünwald
    Wolfgang Sauer
    Sebastian Sommer
    Felix Wätzig

Projektbetreuung

  • Philip Bradonjic, M.Sc.
    Franziska Metz, M.Sc.

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