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Digital social innovation in Austria: an assessment of potentials, best practices and opportunities

03. Juli 2019

Sommersemester 2019 - Good mobile

EXECUTIVE SUMMARY

Digital Social Innovation (DSI) verbindet einerseits den klassischen Ansatz der Philanthropie, in verschiedenen Bereichen sozial-gesellschaftliche Verbesserungen herbeizuführen, andererseits wirtschaftliches Unternehmertum mit digitalen Innovationen zu verknüpfen. Diese spielen im Zeitalter der Digitalisierung, der Vernetzung von Alltagsgegenständen mit dem Internet (Internet of Things), alternativen Währungssystemen wie Blockchain-Technologien und künstlicher Intelligenz eine zunehmend bedeutende Rolle. Eine tiefgreifende Analyse des Marktes von DSI bildet die Grundlage für eine Bewusstseinsbildung in Richtung profitablem Wirtschaften mit Sozialgedanken, um eine weitgehende Veränderung im Denken und Handeln zukünftiger Entrepreneure voranzutreiben.

Das Projekt

goood mobile und adjacent possible gehen als gutes Beispiel voran zu zeigen, dass auch gewinnorientierte Unternehmen soziale Aspekte in das vorhandene Geschäftsmodell integrieren können, um gesellschaftliche Verbesserungen zu verwirklichen. Dabei war Ziel dieses Projektes eben solche Beispiele zu finden, zu analysieren und anschließend zu clustern, um dann ein Grundgerüst für Unternehmen bereitzustellen, das es ihnen erleichtert durch Best-Practice-Beispiele im Bereich der DSI den Schritt Richtung Unternehmertum mit sozialem Impact zu setzen und durch bereitgestellte Methoden ihr bestehendes Geschäftsmodell DSI konform machen zu können.

Eine 50-Unternehmen fassende Liste wurde in einem ersten Schritt erstellt und bewertet. Diese umfasst die wichtigsten Industrien und Branchen, berücksichtig in der Clusterung verschiedene geographische Märkte und beschreibt die Wirkungsmodelle in Bezugnahme von digitalen Technologien (Blockchain, künstliche Intelligenz und Internet der Dinge), mit denen in genannten Beispielen gearbeitet werden. Eine vielversprechende Auswahl von 11 dieser herausragenden Projekten wurde getätigt und mit Hilfe von graphischer Unterstützung in Form von Charts und Matrizen genauer betrachtet. Ebenso wurden 6 Interviews mit Gründer/innen, Expert/innen und Industrievertreter/innen geführt, um professionelle Einschätzungen zu den genannten Wirkungsmodellen und der Zukunft von DSI zu erhalten.

Erkenntnisse

Die Evaluierung von DSI sowohl mit genannten Interview-Partnern als auch mit Online-Recherche und Einschätzung des Projektpartners goood hat zu mehreren Erkenntnissen geführt. Erstens ist zu beobachten, dass vor allem Branchen, die im Bereich der Digitalisierung tätig sind auf DSI zurückgreifen, da diese Nahe am eigentlichen Geschäftsmodell liegen und daher leicht auf das bestehende Unternehmen und dessen Marktpositionierung anpassen lässt. Dabei konzentrieren sich diese Unternehmen eher darauf, direkten Impact zu stiften (z.B.: CO2-Kompensationen oder Wildereibekämpfung) als auf einfache Geldspenden. Aber auch in traditionellen Branchen wie dem Bankenwesen, die soziale Währungen mit Hilfe von Blockchain einsetzen, ist ein Trend in Richtung DSI zu erkennen. Dies liegt vor allem auch daran, dass jüngere Konsumenten neben Preis und Qualität auch auf Nachhaltigkeit der Produkte setzen. Der generelle Tenor bei den Interviewpartnern ist, dass DSI in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird und auch entferntere Branchen auf das Thema aufmerksam werden. Des Weiteren wurden zusätzlich zu Impact-Effekten auch PR-Effekte in Form einer authentischen Geschichte als einflussreicher Synergieeffekt für Großunternehmen genannt. Zu den Vorteilen der Verwendung von oben beschriebenen Technologien zählen vor allem eine direkte und einfachere Kommunikation sowohl extern als auch intern, gewährleistete Transparenz, Ressourceneinsparungen durch Automatisierungsprozesse und Daten als wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten.

Cooperation Partner

  • Goood Mobile
    Mommsengasse 35
    1040 Wien
    Österreich

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Contact Person

  • Georg Woschnagg, Claudia Winkler
    office@goood-mobile.at
    www.goood-mobile.at

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Student team

  • Frickh Thomas

  • Gnesda Maximilian

  • Niederhofer Alexander

  • Reisz Niklas

  • Wallner Lucas

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Projektbetreuung

  • Reinhard Millner

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