Vorlesen

Harald Oberhofer im ÖGfE Policy Brief: Die Handels- und Wohlfahrtseffekte eines ungeordneten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU

18. Oktober 2018

Im aktuellen ÖGfE Policy Brief zeigen die Autoren Harald Oberhofer (WU und WIFO) und Michael Pfaffermayr (Universität Innsbruck und WIFO), dass GB im Fall eines bilateralen Handelsszenarios auf WTO-Basis deutlich stärker negativ betroffen wäre als die verbleibenden 27 EU-Mitgliedsländer

Die Europäische Union (EU) und Großbritannien befinden sich in einer kritischen Phase der Verhandlungen um den Austritt Großbritanniens aus der EU. Nach dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs von Salzburg und dem Parteitag der britischen Conservative Party scheinen die Fronten verhärtet und die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Austritts Großbritanniens gestiegen. Die britische Regierung hat mit neuen Vorschlägen reagiert, welche eine zusätzliche Dynamik in die abschließenden Verhandlungen bringen könnten.

Vor diesem Hintergrund diskutiert der vorliegende Policy Brief die möglichen Handels- und Wohlfahrtseffekte eines ungeordneten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU anhand einer vorliegenden Studie, die sich auf den Güterhandel beschränkt. Die Ergebnisse zeigen, dass Großbritannien deutlich stärker negativ von einem Hard Brexit betroffen wäre. Auch für die verbleibenden 27 EU-Mitgliedsländer würde ein vertragsloser Brexit mit negativen Wohlfahrtseffekten verbunden sein. Ein positiver Abschluss der Verhandlungen würde diese ökonomischen Kosten verringern und wäre damit im Interesse aller beteiligten Verhandlungspartner.

ÖGfE Policy Brief: Die Handels- und Wohlfahrtseffekte eines ungeordneten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU (15.10.2018)

zurück zur Übersicht