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Projekt­be­richt - Zero Project


Im Zuge der Spezia­li­sie­rung „Diver­si­täts­ma­nage­ment“ am Institut für Gender und Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen erfolgte im Anschluss an den Kurs „Praxis­pro­jekt“ eine Studie mit dem Titel „Barrie­re­frei: Wege zur inklu­siven Orga­ni­sa­tion als Wett­be­werbs­vor­teil“.

Den Ausgangs­punkt der Studie bildete der Auftrag von KR Martin Essl, Gründer der Essl.Foun­da­tion und Leiter des „Zero.Project“ Unter­neh­mens­dia­logs, die wich­tigsten Faktoren für die erfolg­reiche Inklu­sion von Menschen mit Behin­de­rung in Unter­nehmen zu erar­beiten. Die Durch­füh­rung der Studie erfolgte durch vier Studie­rende der SBWL „Diver­si­täts­ma­nage­ment“ unter der Leitung von Prof. Dr. Mensi-Klar­bach und hatte zum Ziel, die wich­tigsten Faktoren des Prozesses zur Schaf­fung einer inklu­siven Orga­ni­sa­ti­ons­kultur zu evalu­ieren. Die Basis der Studie bildeten Inter­views mit den in den Inklu­si­ons­pro­zess invol­vierten Personen der vier öster­rei­chi­schen Best-Prac­tice Unter­nehmen MyAbi­lity (vormals DisA­bi­lity Perfor­mance), Obi, Shire und der Bäckerei Gragger. Für die Studie­renden eröff­nete sich dadurch die Chance, Einblicke in die unter­schied­li­chen Heran­ge­hens­weisen der unter­suchten Unter­nehmen kennen­lernen sowie ihre Erfah­rungen und die Ergeb­nisse ihrer Forschung auf den Landes­kon­fe­renzen des „Zero.Project“ Unter­neh­mens­dia­logs in Wien, Klagen­furt, Salz­burg und Linz zu präs­en­tieren.

Die erste dieser Landes­kon­fe­renzen fand am 6. April im Wappen­saal des Wiener Rathauses statt. Den Inhalt der Veran­stal­tung bildeten Vorstel­lungen unter­schied­li­cher Unter­nehmen und ihre Wege zur Inklu­sion von Menschen mit Behin­de­rung. Für die Studie­renden war es nicht nur eine großar­tige Erfah­rung, ihr Projekt im Rahmen dieses Unter­neh­mens­dia­logs vorzu­stellen, es eröff­nete sich zudem die Mögl­ich­keit, mit Geschäftsfüh­r­e­rInnen, Perso­nal­ver­ant­wort­li­chen und Menschen mit Behin­de­rung unter­schied­lichster Unter­nehmen in Kontakt zu treten und so ihre Kennt­nisse zu vertiefen.

State­ments:

„Im Rahmen der Studie und der Unter­neh­mens­dia­loge wurde mir die Viel­sei­tig­keit des Themas Inklu­sion von Menschen mit Behin­de­rung in die Arbeits­welt aufge­zeigt. Ich hatte Gele­gen­heit sowohl die Sicht­weise der Menschen mit Behin­de­rung als auch der Politik sowie der Unter­neh­me­rInnen, die von ihren posi­tiven Erfah­rungen mit der Beschäf­ti­gung von Menschen mit Behin­de­rung berich­teten, kennen­zu­lernen.“ (Viktoria Kandler)

„Das Inter­esse an unserer Studie und das direkte Feed­back der Reprä­s­en­tan­tInnen aus der Wirt­schaft hat mich sehr positiv überr­ascht“ (Sebas­tian Brettl)

„Aus erster Hand zu erfahren, wie sehr die Verant­wort­li­chen in den Unter­nehmen hinter ihren Überz­eu­gungen stehen, war eine großar­tige Erfah­rung.“ (Philip Zagler)

„Zusätz­lich zu den zahl­rei­chen Erfah­rungen, die wir durch den Austausch mit den verschie­denen Unter­neh­mens­ver­tre­te­rInnen machen durften, konnten wir die im Studium erwor­benen theo­re­ti­schen Kennt­nisse in die Praxis umsetzen und so auch einen Einblick in den Unter­richt der Spezia­li­sie­rung Diver­si­täts­ma­nage­ment der WU Wien geben.“ (Marlies Lehner)

Tagung an der WU: Das Unter­nehmen Diver­sität & Gleich­be­hand­lung


Die Gleich­be­hand­lungs­an­walt­schaft und das Institut für Gender und Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen der WU luden am 11. Mai 2017 zu einem ‚Premie­ren-Event‘ ein. Erst­malig veran­stal­teten diese beiden Insti­tu­tionen eine gemein­same Tagung zum Thema „Das Unter­nehmen Diver­sität & Gleich­be­hand­lung“. Die Veran­stal­te­rinnnen konnten sich über ein sehr großes Inter­esse freuen. Rund 100 Teil­neh­mer_innen disku­tierten darüber, wie Unter­nehmen und Insti­tu­tionen das Gleich­be­hand­lungs­recht im Sinne eines Diver­si­täts­an­satzes nützen können. Univ.Prof.in Regine Bendl beschreibt das Ziel dieser Tagung so: „Mit dieser Tagung suchten wir mit unter­schied­li­chen Insti­tu­tionen und Unter­nehmen den Dialog, um recht­liche Rahmen sowie präv­en­tive Stra­te­gien zur Förde­rung von Gleich­stel­lung und Diver­sität zu entwi­ckeln.“

Nach der Begrü­ßung von Frau Staats­se­kre­tärin Mag.a Muna Duzdar und Herrn Vize­rektor Univ.Prof.Dr. Michael Lang (WU) machten den Auftakt zwei Vorträge. Im ersten Vortrag refe­rierte Frau Mag.a Sandra Konstatzky von der Gleich­be­hand­lungs­an­walt­schaft zum Gleich­be­hand­lungs­recht als Instru­ment für Diver­sität und Gleich­stel­lung und gab aktu­elle Einblicke in die Arbeit der Gleich­be­hand­lungs­an­walt­schaft.

Der zweite Vortrag von Frau Dr.in Helga Eber­herr von der WU stellte aktu­elle Forschungs­er­geb­nisse zur Akzep­tanz von Diver­sität und Gleich­stel­lungs­fragen in unter­schied­li­chen Arten von Orga­ni­sa­tionen vor.

Die zweite Säule der Veran­stal­tung bildeten sieben Diskus­si­ons­gruppen zu „Diver­sität Aktuell: Span­nungs­feld zwischen Anspruch und Sach­zwang“, um aktu­elle Heraus­for­de­rungen profit­ori­en­tierter Unter­nehmen, wie auch poli­tik­naher Insti­tu­tionen zu erör­tern. Geleitet wurden diese Gruppen jeweils von: Mag.a Martina Lackner/ÖGB, Mag.a Ingrid Moritz/AK, Mag. Gerhard Nieder­hofer/WKW, Mag.a Constanze Prit­z-Blazek/Gleich­be­hand­lungs­an­walt­schaft, Mag.a Ursula Rosen­bichler/Bundes­kanz­leramt, Dr.in Roberta Schal­ler-Steidl/BMWFW, Mag.a Hilde Stock­hammer/AMS).  

Aktu­elle Umset­zungs­stra­te­gien und Anwen­dungs­mög­l­ich­keiten von Diver­sität und Gleich­stel­lungs­maß­nahmen in der orga­ni­sa­tio­nalen Praxis wurden abschlie­ßend in einer Podi­ums­dis­kus­sion mit Vertre­ter_innen von Unter­nehmen der Privat­wirt­schaft (Infi­neon Tech­no­lo­gies Austria, Raiff­eisen Bank Inter­na­tional, Sonnentor) beleuchtet.

Mit dieser Veran­stal­tung wurde ein erfolg­rei­cher weiterer Schritt gesetzt, um über insti­tu­tio­nelle Unter­schiede und Grenzen hinweg Stra­te­gien zu den aktu­ellen Themen von Diver­sität und Gleich­stel­lung in der wissen­schaft­li­chen und betrieb­li­chen Praxis zu entwi­ckeln und einen inter-in­sti­tu­tio­nellen Austausch voran­zu­treiben.

zur Einla­dung

Absol­ven­t_in­nen­treffen des Insti­tuts für Gender und
Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen am 18. Mai 2017


Das heurige Absol­ven­t_in­nen­treffen des Kompe­tenz­feldes „Gender- und Diver­si­täts­ma­nage­ment“ sowie der SBWL „Diver­si­täts­ma­nage­ment“ fand unter dem Thema „Kultur, Iden­tität, Migra­tion“ satt. Das Institut freut sich über das große Inter­esse und die insge­samt 45 Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer.

Das Programm star­tete mit der Vorfüh­rung von Ruth Becker­manns Film „Those Who Go Those Who Stay“. Der Film erlaubte durch seine breite Perspek­tive und unter­schied­li­chen Blick­winkel auf das Thema „Kultur, Iden­tität und Migra­tion“ einen hervor­ra­genden Einstieg.

Im zweiten Teil der Veran­stal­tung lag der Fokus auf dem Umgang von Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen mit „Kultur, Iden­tität, Migra­tion“. Dazu stellten Mag.a Johanna Hummel­brunner und Chris­tina Halvax von Bosch Öster­reich das Projekt „Support vor Ort“ vor. In diesem Paten­schafts­pro­jekt enga­gieren sich Bosch-­Mit­ar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, um geflüch­tete Personen auf viel­fäl­tige Art und Weise zu unter­stützen. Das Institut bedankt sich bei allen Patinnen, Paten und Geflüch­teten, die an der Veran­stal­tung teil­ge­nommen haben, um Ihre Erfah­rungen zu teilen.

Bei Getränken und Häpp­chen blieb am Ender der Veran­stal­tung die Mögl­ich­keit zur Vernet­zung und zum gemein­samen Austausch, nicht nur für unsere Absol­ven­t_innen sondern auch für die derzei­tigen Studie­renden.

Ausschrei­bung

Wissen­schaft­liche Auftrags­studie zumThe­men­kreis
Der Wirt­schafts­standort Wien im Blick­winkel von LGBT Diver­sity

Genauere Infor­ma­tionen entnehmen Sie bitte der Ausschrei­bung.

Neuer­schei­nung:

Bendl, Regine, Blei­jen­bergh, Inge, Hent­tonen, Elina, Mills, Albert, Hrsg. 2015. The Oxford Hand­book of Diver­sity in Orga­niza­t­ions. Oxford: Oxford Univer­sity Press.

Jubi­läumsb­e­richt 2004-2014

Der Bericht stellt einen Über­blick der viel­sei­tigen Akti­vi­täten des 10 bzw. 12 jähr­igen Beste­hens des Insti­tuts für Gender und Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen dar.

laufende Forschungs­pro­jekte des Insti­tuts für Gender und Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen

Working Papers des Insti­tuts für Gender und Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen