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Warum Forschungsdatenmanagement?

Es gibt viele Gründe, wieso man sich in der Wissenschaft mit Forschungsdatenmanagement (FDM) beschäftigen soll.

Ersterhebungen von Daten sind häufig sehr kostenintensiv. Die leichte Auffindbarkeit und Nutzung von bereits bestehenden Daten kann daher wertvolle Ressourcen, Zeit und teure Doppelarbeit sparen.

FDM kann Ihnen helfen, Datenverlust zu vermeiden. Laut der österreichweiten Studie Forschende und Ihre Daten (2016) haben mehr als ein Drittel der Befragten Erfahrung damit gemacht.

Forschungsdatenmanagement macht Ergebnisse reproduzierbar. Es ermöglicht die Robustheit der Ergebnisse im Rahmen von Replikationsstudien zu überprüfen, und dadurch die wissenschaftliche Anerkennung und Reputation der originären Studie zu steigern.

Forschungsdaten enthalten wissenschaftliche Erkenntnisse, die häufig über den Rahmen des ursprünglichen Projektes hinausgehen. Sie können mit anderen Daten in Verbindung gesetzt werden und mithilfe von Text und Data Mining analysiert werden. FDM unterstütztinterdisziplinäre Forschung, sowie die Generierung von neuen, datengetriebenen Hypothesen.

Forschungsförderer wie der FWF und wissenschaftliche Verlage wie die American Economic Association erkennen die Relevanz von Forschungsdaten an. Sie wollen die Nutzung der Forschungsdaten anderen ermöglichen, um das Potenzial der Daten möglichst auszuschöpfen. Daher fordern sie zunehmend professionelles Forschungsdatenmanagement und setzen dies für finanzielle Förderung und Publikation von Studien voraus.