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Moot Court Arbeitsrecht 2020

Erfolg für WU-Team im ersten bundesweiten Arbeitsrecht-Moot-Court

Zwei Studierende des Masterstudiums Wirtschafsrecht an der WU kamen ins Finale.

Am 22. Juni 2020 fand das Bundesfinale des ersten österreichweiten „Moot Court Arbeitsrecht" statt. Es handelt sich dabei um eine simulierte Gerichtsverhandlung, die es Studierenden der Rechtswissenschaften an Hand eines fiktiven Falles ermöglicht, die Rolle der klagenden und der beklagten Partei einzunehmen, Schriftsätze zu verfassen und vor einem Gericht zu plädieren. Es handelt sich um eine Premiere: Bislang gab es ähnliche Wettbewerbe zwar in anderen Fächern, nicht aber im Arbeitsrecht.

Das Team der WU Wien hat beim bundesweiten Wettbewerb unter 6 Universitäten einen Achtungserfolg erzielt: Julia Höllwarth und Christoph Hördinger wurden beim ersten österreichischen „Moot Court Arbeitsrecht“ mit dem Preis für den besten Schriftsatz ausgezeichnet und holten den zweiten Gesamtplatz.

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer war ebenso anspruchsvoll wie aktuell: Im fiktiven Gerichtsverfahren ging es um die Flexibilisierung der Arbeitszeit und den neuen persönlichen Feiertag auch bekannt als Karfreitagslösung.

Eigentlich sollte das Bundesfinale mit entsprechendem Rahmenprogramm in Wien stattfinden – doch dann machte die Covid-19-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. Eine Absage war keine Alternative, hatten doch bereits alle Beteiligten viel Arbeit investiert. So wurde umgeplant, die mündlichen Plädoyers fanden online statt, wobei der hochkarätige Richter*innensenat die Verhandlung von der Uni Wien aus leitete. Der Senat bestand aus Gerhard Kuras, Senatspräsident des OGH, Honorarprofessor an der Universität Wien, Sieglinde Gahleitner, Rechtsanwältin, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, Honorarprofessorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, und Walter Schrammel, emeritierter Universitätsprofessor an der Universität Wien), sowie den fachkundigen Laienrichtern der Sozialpartner, Ingomar Stupar von der WKÖ und Wolfgang Kozak von der AK. Die Studierenden werden per Videolink zugeschaltet.

Die Master-Wirtschaftsrechts-Studierenden mussten sich im Finale gegen das Team der SFU Wien geschlagen geben.

Das Team der WU betreuten Marta Glowacka und Peter Schöffmann, beide vom Institut für Österr und Europ ASR an der WU, mit der anwaltlichen Unterstützung von Tanja Lang von Herbst Kinsky RA (wo auch Franz Marhold Partner ist).

Moot Court 2020

© Felicia Kain