Laufende Projekte


Die Rolle von Genossenschaften für die soziale Nachhaltigkeit im Wiener Wohnbau

Ein vom Jubiläumsfonds der Stadt Wien gefördertes Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Genossenschaften zur sozialen Nachhaltigkeit im Wohnbau beitragen können. Die Wiederbelebung der Gemeinschaftsidee sowie der Mitbestimmung auf Nachbarschaftsebene sind traditionelle Anliegen von Wohnbaugenossenschaften, die als gemeinschaftsorientierte und demokratische Organisationsform des Wohnens gelten. Dies macht sie bei der sozialen Nachhaltigkeit zu strategischen Partnern der Wiener Wohnbaupolitik. Doch können die professionellen Wohnbaugenossenschaften von heute den dabei in sie gesetzten Erwartungen auch gerecht werden?

Vor diesem Hintergrund sollen mithilfe einer qualitativen Forschungsstrategie verschiedene Governance-Modelle im genossenschaftlichen Wohnbau auf ihr Potential hin untersucht werden, das Sozialkapital der Bewohner/innen zu fördern und nachhaltig zu sichern. Im Sinne eines Mehrebenen-Designs, geht die Analyse dabei über die Organisationsebene hinaus und berücksichtigt auch die Einbettung der Wohnbauträger in die institutionellen Strukturen der Wohnbaupolitik. Diesen organisationalen und institutionellen Rahmenbedingungen werden schließlich empirische Befunde zum vorhandenen Sozialkapital in Genossenschaftsbauten gegenübergestellt. Sozialkapital beinhaltet dabei den nachbarschaftlichen Austausch genauso wie die bereits angesprochene Bereitschaft zur Durchsetzung kollektiver Interessen. Von den Ergebnissen der Studie sollen Impulse für die Wiener Wohnbaupolitik, die genossenschaftliche Praxis und nicht zuletzt für die Bewohner/innen selbst ausgehen, den Zusammenhalt und das kollektive Handeln in der Nachbarschaft zu fördern. Das Projekt läuft bis Ende Juni 2013. 

Projekttyp: Grundlagenforschung
Financier: Jubiläumsfonds der Stadt Wien
Ansprechpartner: Dr. Richard Lang (richard.lang@wu.ac.at)



Genossenschaftliche Organisationsformen im Bereich erneuerbarer Energie

Dieses Projekt vom Jubiläumsfonds der OeNB finanzierte Projekt wird vom IFZ Graz/Klagenfurt (Inter-University Research Centre) in Kooperation mit dem RiCC durchgeführt und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Akteursstrategien, Rollen und Ressourcen im Bereich von lokalen Energiegenossenschaften, insbesondere auch unter Berücksichtigung relevanter institutioneller Rahmenbedingungen.

Im Bereich der Energieversorgung werden ökologisch nachhaltige Konzepte verstärkt thematisiert, worauf nicht nur herkömmliche Energiedienstleister mit Innovationen in neue Technologien reagieren: In verschiedensten Ländern entstehen Initiativen in Form von lokalen Energiegenossenschaften (z.B. Windstromerzeugung in Dänemark und Deutschland, Biomasseheizwerke in Österreich).

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens, der soziale Innovationen im Energiesystem als dynamische Prozesse versteht, wodurch die Beiträge derartiger Initiativen zu nachhaltigkeitsorientierten Veränderungsprozessen im Bereich der Energieversorgung bewertet werden können.

Projekttyp: Grundlagenforschung
Financier: Jubiläumsfonds der OeNB
Kooperationspartner: IFZ Graz/Klagenfurt
Ansprechpartner: Prof. Dr. Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)



Die Entwicklung einer Genossenschaftstypologie

Einer realitätsbezogenen Genossenschaftsforschung kann die idealtypische Betrachtung von Genossenschaften nicht genügen. In diesem Projekt werden daher österreichische Genossenschaften – und in weiterer Folge Genossenschaften der MOEL – nach solchen Klassifikationskriterien verrastert, die unmittelbar Management­impli­kationen nach sich ziehen. Damit sollte es möglich sein, für nach diesen Kriterien gebildete Genossenschaftstypen ­spezifische Handlungs­empfehlungen abzuleiten.

Projekttyp: Eigenprojekt
Financier: -
Ansprechpartner: Prof. Dr. Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)



Die Genossenschaft als Marke

In diesem Projekt geht es um die Analyse der Wahrnehmung der „Marke” Genossenschaft durch die stakeholder-Gruppen der österreichischen Genossenschaften. In weiterer Folge soll die Untersuchung auch auf die einzelnen MOEL ausgedehnt werden.

Projekttyp: Projekt in Vorbereitung
Ansprechpartner: Prof. Dr. Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)

Die Perzeption der Mitgliederförderung

Dieses Projekt geht der Frage nach, welche Leistungen einer Kreditgenossenschaft von den Mitgliedern als Bestandteil des "membership value" angesehen werden. Inbesondere interessiert, ob Mitglieder CSR-Maßnahmen als Förderung perzipieren, ob also Mitglieder von ihrer Genossenschaft gesellschaftlich verantwortliches Handeln erwarten und dann entsprechend bewerten.


The Behavioral Coordination in Cooperation Relationships of Small and Medium Businesses – Koordinationsmechanismen in Kooperationen

A cooperative strategy is very attractive to small- and medium-scale enterprises, but it also involves special risks. There are three major mechanisms for the coordination of transaction relationships: (1) the market mechanism, (2) hierarchical governance and (3) coordination based on self-commitment. These coordination mechanisms are not mutually exclusive. A combination of the elements of hierarchy, market and self-commitment (coordination mix) characterizes any transaction.

The main objective of the project is to empirically identify the most adequate coordination mix for specific types of cooperation in different contexts. For this purpose a database in Austria, Slovenia and the Czech Republic will be set up using a combination of methods of qualitative and quantitative social science. This empirical data will be used for the following purposes: (1) to test the validity of statements from theoretical cooperation research and (2) to discover new patterns by identifying statistical regularities within the data.

On the basis of newly created differentiated knowledge of the coordination mechnisms’ functionality and their impact on success, norm strategies can be formulated on how to coordinate each type of cooperation arrangement successfully. These norm strategies will then be translated into directly practicable recommendations for small- and medium-scale enterprises.

Projekttyp: Joint Project mit dem Institut für BWL der Klein- und Mittelbetriebe
Financier: Österreichische Akademie der Wissenschaften
Ansprechpartner: Prof. Dr. Matthias Fink (matthias.fink@wu.ac.at)
                          APART-Stipendiat der Akademie der Wissenschaften

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