SCE und nationale Gesetzgebung
Das Projekt beschäftigt sich mit der Verordnung (EG) Nr. 1435/2003, mit welcher die Gründung einer Europäischen Genossenschaft (SCE) möglich wurde. Das RiCC hat die Aufgabe, die Auswirkungen der Verordnung auf die österreichische Gesetzgebung und den Erfolg bzw. den Bedarf der Rechtsform SCE in Österreich zu beleuchten. Ebenso soll ein Überblick über die derzeitige Situation der Rechtsform Genossenschaft in Österreich gegeben werden.
Am 5. Oktober 2010 fand in Brüssel eine Abschlusskonferenz für das Projekt statt, an der Mag. Elisabeth Reiner für das RiCC teilnahm. Die Ergebnisse des Gesamtprojekts wurden dabei der Europäischen Kommission sowie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Abschlussbericht für Österreich wird demnächst als RiCC research paper veröffentlicht.
Projekttyp: Auftragsforschung
Financier: EU-Kommission
Ansprechpartner: Mag. iur. Elisabeth Reiner (elisabeth.reiner@wu.ac.at)
Genossenschaftswissenschaftliche "Research Agenda"
In diesem Projekt wurde der von Forschern und der von Praktikern wahrgenommene Forschungsbedarf erhoben und vergleichend dargestellt.
Die Ergebnisse werden Ende 2012 in der Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen publiziert (ZfgG).
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Genossenschaftliche PCP-Lösungen kommunaler Aufgaben
Im Rahmen dieses Projekts beschäftigt sich das RiCC mit genossenschaftlichen Public Citizen Partnership (PCP)-Lösungen kommunaler Aufgaben in österreichischen Gemeinden.
Die kommunalen Verantwortungsbereiche Kinder- und Altenbetreuung, aber auch der Betrieb von kommunalen Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbädern oder Sportzentren, stellen Gemeinden vor eine schwierige Aufgabe mit hoher Dringlichkeit. Da viele Gemeinden mit sinkenden Einnahmen bei gleichzeitiger Schuldenbelastung kämpfen, ist das Angebot derartiger Einrichtungen aufgrund zu enger Budgets oft nicht möglich.
In genossenschaftlichen Public Citizen Partnerships sieht das RiCC eine Möglichkeit, durch die Kooperation von Gemeinde und betroffenen BürgerInnen innovative Angebote unter anderem in den Bereichen Kinder- und Altenbetreuung zu realisieren. Public Citizen Partnerships stellen eine attraktive Alternative zu Public Private Partnerships (PPP) dar. Im Vergleich zu PPPs, bei denen Gemeinden kommunale Aufgaben zur Gänze an private Anbieter auslagern, sind PCPs eine Kooperationsform die es der Gemeinde ermöglicht, gemeinsam mit den BürgerInnen erarbeitete Konzepte in diversen Bereichen umzusetzen. Dabei kann bürgerschaftliches Engagement in der Gemeinde genutzt und so partnerschaftlich für eine Verbesserung des kommunalen Angebots gesorgt werden.
Fünf österreichische Gemeinden nehmen dabei als Beispielgemeinden am Projekt teil und sind durch Gespräche, Workshops und/oder quantitative Erhebungen in den Projektprozess eingebunden. Außerdem werden relevante Daten über die Analyse von Primär- und Sekundärdaten aus Best Practice Beispielen in Österreich und Deutschland generiert.
Ziel des Projektes ist es, innerhalb des komplexen Wirkungsgefüges des jeweiligen politischen, regionalen, sozialen und ökonomischen Kontexts, die Entwicklungsdynamik von alternativen Genossenschaftsstrukturen zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf (1) hemmenden und fördernden Faktoren im Entwicklungsprozess sowie (2) der Entwicklung von genossenschaftlichen Prototypen für verschiedene kommunale Verantwortungsbereiche. Außerdem ist zu vermuten, dass die Projektbearbeitung Problembereiche zu Tage fördert, die als Nebeneffekt der Projektbearbeitung die Ausarbeitung eines Katalogs wirtschaftspolitischer Forderungen hat.
Projekttyp: Auftragsforschung
Financier: Österreichischer Gemeindebund
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Regionalentwicklung durch Vernetzung
Im Rahmen der Genius-Initiative des Landes NÖ führt das RiCC in der Region Schneebergland (Bezirke Lilienfeld, Neunkirchen und Wr. Neustadt) das Projekt „Regionalentwicklung durch Vernetzung“ durch.
Das Projekt wurde aus der Idee geboren, das vom RiCC gesammelte Know-how zum Thema „Regionale Kooperation“ an die Unternehmenspraxis weiterzugeben. In diesem Sinne wendet sich „Regionalentwicklung durch Vernetzung“ an eigeninitiative Unternehmer aus den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus um diese bei der (Weiter)-Entwicklung ihrer kooperativen Geschäftsideen zu unterstützen. Dabei ist es wichtig nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern die Betroffenen auch bei der praktischen Anwendung in ihrem konkreten unternehmerischen Umfeld zu begleiten. Das RiCC wird dabei mit seinem Unterstützungsangebot in erster Linie an Erfolg versprechende Initiativen in der Region andocken und hier als Katalysator wirken.
In einer ersten Projektphase bietet das RiCC die Möglichkeit, Geschäftsideen in moderierten Aktivierungsworkshops zu diskutieren und zu konkretisieren. In weiterer Folge sollen Initiativgruppen, die sich um eine Erfolg versprechende Idee bilden, bei der Beurteilung der Umsetzbarkeit (Pre-feasibility) vom RiCC wissenschaftlich begleitet werden.
Dieses „Experiment“ eines regionalen Aktivierungsprozesses wird vom RiCC wissenschaftlich dokumentiert und mündet schließlich in der Entwicklung einer Regional Development Toolbox, worunter ein auf andere Regionen übertragbarer Leitfaden zur Initiierung regionaler Vernetzungen zu verstehen ist.
Projekttyp: Auftragsforschung
Financier: Land Niederösterreich, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Ansprechpartner: Richard Lang (richard.lang@wu.ac.at)
Kooperation zwischen landwirtschaftlichen und gewerblichen Unternehmen
Dieses
Projekt beschäftigte sich mit Kooperationen zwischen Landwirtschaft und
Gewerbe auf regionaler Ebene in Österreich. Den Ausgangspunkt des vom
Lebensministerium (BMLFUW), der Wirtschaftskammer Österreich (WKO)
sowie dem Verein zur Förderung von Regional- und Agrarprojekten (apv)
in Auftrag gegebenen mehrstufigen Projektes stellte die Überlegung dar,
dass in Österreich regionale Kooperationspotenziale entlang der
Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich derzeit nur unzureichend
ausgeschöpft werden.
Regional verankerten Kooperationen leisten aber einen Beitrag zur Entwicklung regionaler Marken und Profile und ermöglichen so eine nachhaltige Regionalentwicklung.
Ziel des Projektes war es daher, auf regionale Märkte abzielende Kooperationen zwischen landwirtschaftlichen Erzeugern und gewerblichen Verarbeitungs- und Vertriebspartnern über ein „Coaching-Netzwerk“ zu initiieren und dafür praktisch anwendbare Tools zu entwickeln, um das Kooperationsverhalten zu verbessern und so die Kooperationsintensität zu steigern.
Projekttyp: Auftragsforschung / Grundlagenforschung
Financier: APV, WKÖ
Ansprechpartner: Richard Lang (richard.lang@wu.ac.at)
Pressespiegel
Erfüllung kommunaler Aufgaben durch Genossenschaften - Public-Citizen-Partnerships
Diese Studie fällt in den Forschungscluster "Neue Genossenschaftsfelder". Im Rahmen eines Projektseminars wurde der Idee, kommunale Aufgaben wie Alten-, Kinder- und Behindertenbetreuung, aber auch Infrastruktur und Freizeiteinrichtungen in Form von Genossenschaften auszugliedern, nachgegangen. Verschiedene in den genannten Bereichen bereits erfolgreich bestehende Beispiele aus Österreich, Deutschland und Italien wurden gesammelt und untersucht. Zusätzlich wurde eine Befragung österreichischer Bürgermeister durchgeführt, um deren Problembewusstsein und Bereitschaft für derartige Lösungen ansatzweise zu erheben. Ziel des Projekts war es, die grundsätzlichen Möglichkeiten, die sich hier zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Probleme bieten, aufzuzeigen.
Projekttyp: Projektseminar
Projektdauer: September 2006 - Dezember 2006
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Das Wiener Kooperationsgeschehen - Eine Kooperationslandkarte der Vienna Region
Mit diesem Projekt wurde der Aufbau einer österreichweiten Kooperations- und Genossenschaftslandkarte in Angriff genommen. In einer ersten Stufe ging es zunächst um die Erstellung einer Kooperationsdatenbank für die Vienna Region. Diese enthält eine repräsentative Anzahl von Datensätzen zwischenbetrieblicher Kooperationen. Erfasst wurden sowohl Eigenschaften der kooperierenden Unternehmen als auch der Kooperationen. In Folgestudien kann damit von beiden Untersuchungseinheiten ausgegangen werden, was vielfältige Abfrage- und Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Eine solche multidimensionale Datenbank stand der Kooperationsforschung bis dato nicht zur Verfügung. Das Projekt erschließt somit das empirische Feld für die Kooperationsforschung und ermöglicht es, die im Fach diskutierten Hypothesen zu prüfen und zugleich praxisrelevante Ergebnisse zu liefern.
Projekttyp: geförderte Forschung
Financier: Jubiläumsfonds der Stadt Wien
Projektdauer: März 2005 - März 2006
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Machbarkeitsstudie Windpark in Niederösterreich
Ziel des Projektes war die Bereitstellung der notwendigen Entscheidungsgrundlagen zum Bau eines Windkraftwerkes unter Berücksichtigung der Förder- und Subventionsmöglichkeiten in Form garantierter Netzeinspeispreise. Im Laufe des Projektes wurden dem Projektpartner alle für die Investitionsentscheidung benötigten Daten inklusive einer finanzmathematischen Amortisationssimulation zur Verfügung gestellt. Weiters wurden die Projektergebnisse im Rahmen der ScienceWeek-Austria im Juni 2002 präsentiert. Die projektrelevanten Daten wie Vor-Ort-Windstärke und daraus resultierende Windanlagenspezifikation, zu erwartende Betriebskosten, bau- und umweltrechtliche Vorschriften, etc. wurden durch Experteninterviews und umfangreiche Recherchetätigkeit gesammelt.
Projekttyp: Projektseminar
Projektdauer: Oktober 2001 – Februar 2002
Projektpartner: Haus der Barmherzigkeit
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Mystery Shopping
Ziel des Projektes war die Verbesserung der Servicierungsqualität im direkten Kundenkontakt. Im Zuge des Projekts wurde für eine Bank mit 12 Geschäftsstellen ein Mystery-Shopping Konzept erstellt und durchgeführt. Dabei wurden ausgewählte Bankfilialen je zweimal besucht, wobei beim ersten Besuch ein Girokonto eröffnet und beim zweiten Besuch im Zuge der Bankomatkarten-Abholung ein längeres Beratungsgespräch über die staatlich geförderte Pensionsvorsorge geführt wurde. Unmittelbar nach jedem Bankbesuch wurden die dabei gemachten Beobachtungen in ein vorgefertigtes Beobachtungsprotokoll eingetragen.
Projekttyp: Projektseminar
Projektdauer: Januar 2003 – Juli 2003 und Nachfolgeprojekt Februar 2005 – Februar 2006
Projektpartner: Raiffeisenkassa Guntramsdorf
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)
Personalcontrolling
Ziel des Projektes war die Bereitstellung der notwendigen Informationen zur Integration von international gebräuchlichen Personalcontrolling-Kennzahlen in das Controllingsystem der RZB. Kern des Projekts war die Analyse von in der Praxis verwendeten Personalcontrolling-Systemen verschiedener international tätiger Unternehmen. Auf Basis einer eingehenden Literaturrecherche wurde der Status quo des Personalcontrollings in 15 international tätigen Unternehmen erhoben. Weiters wurde die Verankerung des Bildungscontrollings hinterfragt. Die Befragungsergebnisse dienten dem Personalmanagement der RZB als Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der Einführung eines neuen Bildungscontrollings.
Projekttyp: Projektseminar
Projektdauer: Oktober 2003 – März 2004
Projektpartner: Raiffeisen Zentralbank
Ansprechpartner: Dietmar Rößl (dietmar.roessl@wu.ac.at)