Forschungsansatz der PMG

Der Forschungsansatz der PROJEKTMANAGEMENT GROUP beruht auf drei wissenschaftlichen Paradigmen:

  • das erkenntnistheoretische Paradigma: Radikaler Konstruktivismus,
  • das organisationstheoretische Paradigma: Sozialwissenschaftliche Systemtheorie und
  • das forschungsmethodologische Paradigma: Qualitative Sozialforschung.

Radikaler Konstruktivismus
Die Bezeichnung “Radikaler Konstruktivismus”  gehen auf Ernst von Glasersfeld (vgl. Glaserfeld E. von (1992): Konstruktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität, in: Gumin H., Meier H.: Einführung in den Konstruktivismus, München). zurück. Ziel des Radikalen Konstruktivismus ist die Entwicklung eines Modells der menschlichen Erkenntnismöglichkeiten, ohne von (umstrittenen) Voraussetzungen traditioneller Erkenntnistheorien (z.B. des Kritischen Rationalismus) auszugehen. Ausgangspunkt dabei ist das Zustandekommen von Erkenntnis im Zusammenhang mit der menschlichen Sinneswahrnehmung.

Sozialwissenschaftliche Systemtheorie
Die Grundlage der sozialwissenschaftlichen Systemtheorie ist die Theorie selbstreferentieller sozialer Systeme nach Niklas Luhmann (vgl. Luhmann N. (1984): Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main). Er differenziert soziale Systeme in Interaktionssysteme (z.B. ein Cocktailempfang), Organisationen bzw. formal organisierte soziale Systeme (z.B. Unternehmen) und Gesellschaften. Wesentliches Merkmal des hier zu betrachtenden Begriffs von Organisationen ist die Entwicklung organisationsspezifischer Strukturen wie Werte, Regeln und Umweltbeziehungen, die von den Systemmitgliedern relativ unabhängig bestehen und die Identität des sozialen Systems ausmachen.

Qualitative Sozialforschung
Die Zugrundelegung des Radikalen Konstruktivismus und der Theorie sozialer Systeme erfordern eine methodologische Berücksichtigung durch Anwendung spezifischer Forschungsmethoden.
Dazu sind Methoden erforderlich, die einen qualitativen Zugang zur systemspezifischen Wirklichkeit erlauben. Qualitative Sozialforschung (vgl. Lamnek S. (1993): Qualitative Sozialforschung 1, Psychologie-Verl.-Union, Weinheim) lässt sich anhand folgender zentraler Aussagen darstellen: Interpretation empirischer Daten, Betrachtung einer Vielzahl von Kriterien in einem zyklischen Forschungsprozess, Multi-Methodeneinsatz qualitativer Forschungsmethoden in Einzelfallstudien, Teamarbeit, Schwerpunkt auf Thesenentwicklung, nicht Thesenprüfung.

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Copyright 2012 | WU (Wirtschaftsuniversität Wien) | 17.12.2007
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