Geschichte

1898

Gründung der Exportakademie des k. k. österreichischen Handelsmuseums und Errichtung einer eigenen Bibliothek

1909/10

Herausgabe eines zweibändigen Katalogs der Bibliothek der Exportakademie;
der Katalog umfasst 5000 Bände und 50 laufende Zeitschriften.

1916

Übersiedlung der Exportakademie in ein neu errichtetes Gebäude in Wien Döbling;
provisorische Unterbringung der Bibliothek im Untergeschoss (dauert bis 1956!)

1919

Umwandlung der Exportakademie in die Hochschule für Welthandel; die Bibliothek wird Hochschulbibliothek.

1923

Übernahme der Bestände der Bibliothek des Handelsmuseums

1930

Verleihung des Promotionsrechtes; die Bibliothek erhält in Folge die an der Hochschule für Welthandel verfassten Dissertationen.

1938

Annexion Österreichs im März; Einbeziehung der Bibliothek in den deutschen und internationalen Leihverkehr

1947

Beginn der Erstellung eines systematischen Katalogs (nach Fachgruppen geordnet) für Literatur ab dem Erscheinungsjahr 1945

1955

Hochschulorganisationsgesetz (HOG 1955): der Leiter der Bibliothek untersteht ab nun unmittelbar dem Bundesministerium für Unterricht.
Ein eigener Zentralkatalog für die Bestände der Institute wird begonnen.

1956

Eröffnung des Zubaues der Hochschule für Welthandel; Umzug der gesamten Bibliothek in den Zubau mit neuem Lesesaal, Katalog-, Zeitschriftenzimmer, Bücherausgabe, Benützergarderobe und 2-geschossigem Büchermagazin

1966

Die Ablieferungspflicht der Diplomarbeiten an die Bibliothek wird im AHStG (Allgemeinen Hochschul-Studiengesetz) festgelegt; Regelung der sozial- und wirtschaftswissenschaftichen Studien im SowiStudG 1966

1974

Eröffnung des neu errichteten Westtrakts der Hochschule entlang der Gymnasiumstraße; die Bibliothek erhält 412 m² zusätzliche Fläche im Neubau mit einem neuen Bücherspeicher, einem zweiten Lesesaal, einem Katalograum etc.

1975

Universitäts-Organisationsgesetz (UOG 1975): die gesamte an einer Universität vorhandene Literatur sowie die sonstigen Informationsträger bilden den Bestand der Universitätsbiliothek (§84 UOG). Die Hochschule für Welthandel wird gemäß UOG 1975 in Wirtschaftsuniversität Wien umbenannt.
Die Bibliothek wird zur Universitätsbibliothek der WU Wien.
Beginn eines neuen systematischen Katalogs - der Katalog von 1945-1974 wird abgeschlossen.

1982

Eröffnung des Neubaus der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Standort 1090 Wien, Augasse 2-6
Die Universitätsbibliothek hat nun ein eigenes 4-stöckiges Bibliotheksgebäude mit 7188 m² Nutzfläche. Davon sind 4622 m² Benützerflächen (Freihandlesezonen, Lehrbuchsammlung, Katalog- und Entlehnbereich) mit 480 Benützerarbeitsplätzen, 1789 m² für Büchermagazine und 768 m² für Administration.

1984

Errichtung der Sozialwissenschaftlichen Informationsstelle (SOWIS) mit den Aufgaben: Forschungsdokumentation, Dokumentation Grauer Literatur und Informationsvermittlung.

1986

Neue Dienstleistungen der Universitätsbibliothek:

  • Beginn der Zentralen Katalogisierung
  • Aufbau eines Zeitschriften-Zentralkatalogs der WU
  • Beginn der Recherchetätigkeit der SOWIS in den relevanten nationalen und internationalen Datenbanken
  • Aufbau der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsdatenbank IDAS
  • Ein Fachauskunftsdienst im Katalogbereich wird eingerichtet; Bibliotheksfolder mit Benützungsanleitungen werden aufgelegt.

1987

Beginn des Projekts "WU 2000-Bibliotheksinformationssystem": im Rahmen des Projekts erarbeitet die Bibliothek eine Strategie zur zukünftigen Entwicklung des Bibliothekswesens der WU.
Errichtung einer Lehrbuchsammlung in Freihandaufstellung

1988

Ein Projektplan "Bibliotheksinformationssystem" mit Zugang vom wissenschaftlichen Arbeitsplatz aus wird erstellt.
Die erste Ausgabe des Zeitschriftengesamtkatalogs der Wirtschaftsuniversität liegt vor.

1989

Teilnahme am automationsgestützten integrierten Verbundkatalog der wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs (BIBOS); Abbruch der Zettelkataloge

1991

Erreichen des Projektziels "WU 2000-Bibliotheksinformationssystem" mit dem direkten Zugriff zum Online-Verbundkatalog und zur Österreichischen Zeitschriftendatenbank von jedem wissenschaftlichen Arbeitsplatz der Institute aus.
Das WU-Net, das lokale Netz, geht in Betrieb.
Hyperbib, ein Hypercad-System zur Verwaltung von Literaturzitaten, wird fertiggestellt.

1992

Fertigstellung eines Bücherdepots im UZA III
Gesamtkapazität: 170.000 Bände auf 600 m² Grundfläche

Neue Organisationsstruktur der Bibliothek mit 3 Hauptabteilungen:

  • Bestandsaufbau und Bearbeitung
  • Benützung und EDV-Organisation
  • Dezentraler Bereich

1993

Spendenaktion "Bildung braucht Bücher": die Österreichische Hochschülerschaft der WU erbringt 1,3 Mio. öS, davon erhält die Hauptbibliothek 600.000 öS zum Ankauf von Lehrbüchern.

1994

Realisierung des Projekts "CD-ROM im Netz"
Die Bibliothek verfügt über 36 Datenbanken auf CD-ROMs.

1995

Einführung der automatisierten Entlehnung
Erwerbung der Business Periodicals Ondisc (BPO) mit über 500 englischsprachigen Zeitschriften im Volltext auf 600 CD-ROMs
Neuer CD-ROM-Literaturrecherchen-Raum mit 20 Arbeitsplätzen in der SOWIS
Die Bibliothek ist Gastgeberin für Buchpräsentationen zweier Autoren.
Präsentation der WU-Bibliothek auf der Frankfurter Buchmesse

1996

Die Bibliothek bietet ein Document-Delivery-Service an.
WU-Dissertationen über WWW abfragbar

Beginn eines EU-Projekts Tempus-Phare mit den Teilnehmern:

  • Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien
  • University Library of Varna University of Economics (Bulgaria)
  • College of Europe, Bruges (Belgium)

Projektziel: Modernisierung der Universitätsbibliothek Varna mit der Einführung neuer Technologien

Genehmigung der Satzung der WU Wien gem. §7 UOG 1993 vom BMWVK und ebenso des Anhangs 7 der Satzung: Betriebs- und Benützungsordnung für die Bibliothek

1997

Abschluss des EU-Projekts Tempus-Phare
Am 25. Juni “kippt” die Wirtschaftsuniversität Wien in das UOG 1993: die Universitätsbibliothek wird Teil der Universität.
Zeitschriften an der WU im WWW (World Wide Web)
Zuschlag für das neue Bibliothekenverbundsystem Aleph 500 an die Firma Exlibris

1998

Meeting der Northern European Regional Group der Vereinigung “European Business Schools Librarians' Group” (EBSLG) an der Universitätsbibliothek der WU Wien.
Mit Ende des Jahres wird der Betrieb des neuen Bibliothekenverbundsystems Aleph 500 aufgenommen.

2000/2001

Evaluierung der Bibliothek durch Roswitha Poll und Klaus Ceynowa: der Bibliothek wird ein “hervorragend organisierter Geschäftsgang” attestiert, bezüglich der Zweischichtigkeit des Bibliothekssystems werden strukturelle Defizite festgestellt.

2002

Neuorganisation der drei Hauptabteilungen der Bibliothek
Neuorganisation des InfoCenters
ePubwu – die elektronische Publikationsplattform der WU für Dissertationen und Working Papers geht in Betrieb.

2003

Neukonzeption der Kurse der Bibliothek
Der Ausbau der Digitalen Bibliothek ist strategisches Ziel der Bibliothek.
Einführung von SFX

2004

Teilnahme am BIX – Bibliotheksindex, einem deutschen Benchmarking-Projekt der wissenschaftlichen Bibliotheken (Berichtsjahr 2003) – wird regelmäßig fortgesetzt.
Neue Bibliotheksordnung tritt in Kraft.
Die Bibliothek wird Mitglied bei "Nereus – Network of Economic Resources".

2005

Umbau Kopierraum, bauliche Maßnahmen bzgl. Fluchtwegen, Notausgängen
Entscheidung für den Neubau der WU
In der Nacht vom 13. Dezember wird ein Brand im 1. UG der WU gelegt: der gesamte Freihandbereich mit ca. 40.000 Bänden sowie den öffentlichen PCs muss durch eine spezielle Reinigung von Ruß befreit werden. Ernste Schäden tragen ein Teil der PCs und Drucker, ein Selbstverbuchungsgerät, der CD-ROM-Server und die Buchsicherungsanlage davon.

2006

Es gelingt bereits am 9. Jänner, die Bibliothek wieder teilweise zu öffnen, am 23. Jänner stehen wieder alle Bücher an ihrem Platz. Die Beseitigung der Brandfolgen zieht sich dennoch durch das ganze Jahr 2006.
Umbau des Entlehnschalters zur Verbesserung der Funktionalität und der ergonomischen Aspekte

2007

Für den WU-Neubau wird eine Raumbedarfsberechnung und ein Funktionsprogramm für die neue Bibliothek erstellt.
Die Kurse der Bibliothek werden durch das Online-Tutorial LOTSE ergänzt.
Retro-Katalogisierungsprojekt zu den Beständen 1931-1985 der Hauptbibliothek
Die Bibliothek organisiert und veranstaltet zwei internationale Tagungen im Rahmen von Nereus und der EBSLG Northern Group.

2008

Das Büro Zaha Hadid gewinnt den Architekturwettbewerb für das Library & Learning Center (LLC). Das LLC wird den Mittelpunkt des neuen Campus der WU bilden und architektonisch ein Landmark sein.

2009

Das LLC wird in enger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Büro von Zaha Hadid geplant.
Mit Ende November geht Frau Hofrat Dr. Bettina Schmeikal in Pension und Herr Nikolaus Berger übernimmt die Leitung der Bibliothek.

2010

Ins neue Jahr startet die Bibliothek mit einer neuen Organisationsform mit Hinblick auf ein einschichtiges Bibliothekssystem am neuen Campus. Es werden die neuen Abteilungen Bestandsmanagement, Medienmanagement, Benutzungsmanagement, Servicemanagement, Altbestand und die Stabsstelle Erwerbung, Finanzen und Controlling gegründet.
Das Bibliothekssystem am neuen Campus wird einschichtig sein und die Medien werden in 4 Spezialbibliotheken (Wirtschaft, Recht, Sozioökonomie und Sprachen) aufgestellt werden.
Die Bibliothek öffnet während der Vorlesungszeiten auch an allen Samstagen und zusätzlich an Sonntagen vor den Prüfungswochen.
Der Infodienst wird neu organisiert und ein Rechercheservice implementiert.
Das Institutional Repository ePubWU wird neu programmiert und um etliche Funktionen erweitert.
Den Benutzer/innen können in der Hauptbibliothek zusätzlich 30 Leser/innen-Plätze zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt NS-Provenienzforschung wird gestartet.

2011

Die Umarbeitung des Freihandbestandes mit ca. 32.000 Medien nach RVK (Regensburger Verbundklassifikation) wird abgeschlossen. Die ersten Institutsbibliotheken werden geschlossenen und tausende Medien für die Aufstellung in einer der 4 Spezialbibliotheken für den neuen Campus umgearbeitet.
Die Retrokatalogisierung der Monographien vor 1930 wurde abgeschlossen. Damit sind alle Monographien der WU im Onlinekatalog verzeichnet.
Die Suchmaschine Primo steht allen Benutzer/innen zur Verfügung.
Das Aleph Serverhosting wird von den WU IT-Services zur OBVSG (Österreichische Bibliotheken Verbund- und Servicegesellschaft) ausgelagert.
Im Freihandbereich werden den Studierenden nutzerfreundliche Buchscanner zur Verfügung gestellt.

Copyright 2012 | WU (Wirtschaftsuniversität Wien) | 21.03.2012
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