Erholungsmöglichkeiten bei informeller Pflege

Erholungsmöglichkeiten bei informeller Pflege (VIC2008 – Erholung)


Hintergrund des Projekts "VIC2008-Erholung"

Das Projekt „Erholungsmöglichkeiten bei informeller Pflege“ (kurz: VIC2008-Erholung) ist ein Teilprojekt der „Wiener Studie zur informellen Pflege und Betreuung älterer Menschen (VIC2008)“ des Forschungsinstituts für Altersökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien und wird in Kooperation mit der MODUL University Vienna/Abteilung für Tourismus und Hospitality Management durchgeführt.

Die Mehrfachbelastung von Personen, welche sich der informellen Pflege widmen, äußert sich den Berichten von betroffenen Personen zufolge für einen größeren Teil in massiver zeitlicher Hinsicht. Beispielsweise wandten lt. Mikrozensus vom September 2002 (Sonderprogramm „Haushaltsführung, Kinderbetreuung, Pflege“) damals österreichweit 113.000 Personen, welche Verwandte oder Bekannte pflegten, mindestens 15 Stunden pro Woche für diese Pflege auf. Viele Pflegende geben an, dass ihnen für sich selbst nur wenig Freizeit bleibt, wobei zwar viel Erholungsbedarf besteht, aber nur eingeschränkte Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Deutlich manifestiert sich dies beispielsweise in der Unvereinbarkeit der Pflegesituation mit längeren Urlaubsreisen.

Ziele des Projekts "VIC2008-Erholung"

Das Projekt "VIC2008-Erholung" soll aktuelle Aufschlüsse darüber liefern, wieviel Zeit pflegenden Personen, insbesondere Berufstätigen, für persönliche Erholung zur Verfügung steht, auf welche Weise diese Zeit verbracht wird und ob es diesbezüglich Unterschiede zwischen informell pflegenden berufstätigen Personen und solchen gibt, welche keine informelle Pflegetätigkeiten leisten. Auch sollen Vergleiche der Erholungphasen zwischen verschiedenen Gruppen informell pflegender Personen geleistet werden. Allfällige Unterschiede werden in Hinblick auf mögliche Ursachen wie etwa der Art der Erwerbstätigkeit oder der Aufteilung des Pflegeaufwands analysiert. Des Weiteren soll die Frage beantwortet werden, ob die Freizeitsituation einer pflegenden Person mit dem subjektiven Befinden korrespondiert. Die zu gewinnenden Erkenntnisse sollen helfen, ein detailliertes Bild der Auswirkungen der informellen Pflege auf die Lebensbedingungen der Betroffenen zu zeichnen.

Methoden des Projekts "VIC2008-Erholung"

Qualitative Datenerhebung:

  • Leitfadeninterviews mit pflegenden Angehörigen mit speziellem Fokus auf den Freizeitmöglichkeiten, deren bestimmenden Umstände und deren Auswirkungen.

Quantitative Daten:

  • VIC2008
  • (Datensatz zur „Wiener Studie zur informellen Betreuung und Pflege älterer Menschen“)
  • Schriftliche Befragung berufstätiger Personen in Wien („Arbeits- und Lebenszufriedenheit von Erwerbstätigen 2008“)


Projektlaufzeit:
November 2008-Jänner 2010


Projektverantwortung:

Dr. Ivo Ponocny

(MODUL University Vienna; Projektleitung)

Univ.Prof. Dr. Ulrike Schneider

(Leitung des Forschungsinstituts für
Altersökononomie)

Wissenschaftliche Bearbeitung:

Sarah Panholzer

Publikation zum Projekt: "Die Erholungsmöglichkeiten von informell pflegenden Erwerbstätigen"

Copyright 2012 | WU (Wirtschaftsuniversität Wien) | 18.10.2011
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